01.02.07
Dieser Slogan stammt aus dem Roman 1984 von George Orwell (sehr umfassend hier dargestellt). Er ist das Synonym für den Überwachungsstaat, der mit dem angeblichen Ziel von Ruhe, Ordnung und Gesetzestreue Freiheitsrechte einschränkt.
Ja, es gibt das Grundrecht der informationelle Selbstbestimmung. Den Staat hat es nicht zu interessieren, was seine Bürger machen und er hat kein Recht personenbezogene Daten weiter zu geben, so lange kein Verdacht auf kriminelle Aktivitäten besteht. Die standardisierten Überwachungssysteme von Emails, Telefonaten und vor allem Videoüberwachung machen seit mehreren Jahren alle zu Verdächtigen.
Videoüberwachungen sind besonders weit verbreitet auf der Insel. Ich dachte bisher, dass es sich um einige 10.000 Kameras in London und insgesamt vielleicht 100.000 Kameras im ganzen Land handelt. Gestern wurde in der so genannten Wissenschaftssendung Abenteuer Wissen im ZDF positiv über die Überwachung berichtet, dort wurde von Sicherheitssystemen gesprochen. Dabei wurde darauf verwiesen, dass es etwa 4.200.000 (mehr als vier Millionen!) Überwachungskameras in Großbritannien gibt (siehe den Artikel im englischen Wikipedia). Die hierzu befragten Mitarbeiter von Scotland Yard sagten mit stolz, dass sich kein Mensch in London bewegen kann, ohne dass seine Bewegungen lückenlos beobachten werden können. Alle Aufnahmen werden für mehrere Wochen gespeichert.
Hat ja auch seine Vorteile. Wenn man vergessen hat, wo man gestern war, können die freundliche Leute vom Sicherheitsdienst einen vielleicht weiter helfen. Denn diese Aufzeichnungen sind nicht wirklich geschützt. Zusammenstellungen von Videoaufzeichnungen tauchen immer wieder im Fernsehen und im Internet auf.
Trotz der Überwachung ist London und Großbritannien nicht sicherer als zum Beispiel Hannover und Deutschland. Es ist nicht möglich die Bilder zeitnah auszuwerten.
Eine einfache Rechnung: Wenn ein Mensch gleichzeitig 25 Bildschirme mit Aufnahmen der Kameras kontrolliert, benötigt es für diese 25 Bildschirme mindestens zwei Angestellte um sieben Tage die Woche, die meiste Zeit zu kontrollieren. Das benötigt dann über 300.000 Menschen zum Überwachen plus die Menschen für Technik und Verwaltung für Großbritannien. So mutiert Überwachung zur Jobmaschine.
Ich bin umgezogen. Seit Januar 2007 lautet die Blogadresse: http://ulaya.blogspot.com/ Hier finden sich alte Beiträge von 2005-06 und hier werden Beiträge aus dem genannten, aktuellen Blog archiviert.
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Donnerstag, Februar 05, 2009
Montag, Oktober 20, 2008
Muskelkater nach einem Tag
Am Wochenende habe ich bei einem Umzug meinen Anteil geleistet und war nach dieser Akkordarbeit in einer Kette von Personen komplett durchgeschwitzt. Als am nächsten Tag ein Muskelkater einsetzte, war dies nichts besonders. Ich fragte mich nur wieder einmal, warum Muskelkater zeitverzögert einsetzt und dann 1-3 Tage anhält. Dies sind meine Ergebnisse einer virtuellen Recherche:
Ich hatte noch gelernt, dass dies etwas mit den Laktaten (Salz der Milchsäure) zu tun hat, es wurde damals von einer Übersäuerung der Muskeln durch Überlastung gesprochen. Diese über Jahrzehnte verbreitete Information scheint falsch zu sein. Die Entstehung und der Abbau von Laktaten nach einer körperlichen Belastung stehen in keinem Verhältnis zum zeitlichen verzögerten Auftreten eines Muskelkaters. Die neue Hypothese, dass ein Muskelkater eigentlich ein Ergebnis einer Vielzahl von kleinen Rissen im Muskelgewebe ist, zirkuliert auch schon seit Jahrzehnten und scheint nun bestätigt zu sein.
Feinste Risse treten an nicht trainierten Muskeln auf und generell an Muskeln, die überlastet werden. In diese Muskeln dringt Wasser ein, was zu einen Anschwellen der Muskeln führt. Nach etwa einen Tag werden Abfallprodukte von den kleinsten Schäden an den Muskeln vom Körper abtransportiert und der Schmerz entsteht, wenn diese Stoffe mit Nervenzellen, die außerhalb der Muskelfaser liegen, in Kontakt kommen.
Ein Muskelkater, der durch Überbeanspruchung (Wiederaufnahme von Jogging oder anderen körperlichen Aktivitäten nach einer Winterpause) entsteht, lässt sich durch Dehnungsübungen oder einem Aufwärmtraining abmildern. Ein Trainingsaufbau sollte in sehr kleinen Schritten erfolgen, so dass die Muskulatur sich ohne diese Schäden und den folgenden Muskelkater wieder aufbauen kann.
Ein weniger genauer lässt sich Ursache von Muskelkater noch umschreiben. Bei der Arbeit von Muskeln werden konzentrische, isometrische und exzentrische Beanspruchungen unterschieden. Konzentrisch umfasst die intensiven Belastungen zum Beispiel beim Heben schwerer Lasten oder einem schnellen Lauf. Isometrische Belastung bezeichnet die Muskelanspannung gegen einen festen Körper (Druck gegen Wand oder Boden). Exzentrische Belastung ist das Abfedern von Belastungen beim Aufsetzen nach einem Sprung (oder Laufen) oder der plötzlichen Aufnahme großer Gewichte (Fangen, Annahme). Muskelfasern werden stärker belastet und es gibt eine erhöhte Verletzungsgefahr vor allem durch Mikrorisse.
Letztere Belastungen sind beide bei einem Umzug vorhanden. Schwere Kisten werden angenommen und dann treppabwärts, wobei jede Stufe eine Vollbremsung ist, transportiert und der nächsten Person gegeben.
Diese Informationen basieren auf WIKIPEDIA und zwei Artikeln des Sportmediziners Prof. Dr. Dieter Böning (FU Berlin), der seit mindestens 1979 in diesem Bereich forscht, im Deutschen Ärtzeblatt (2002) und Sportunterricht.
- - - - -
Vergleiche auch meine Recherchen zu Spargel und Asparagin und Cumarin im Zimt
Blogeintrag vom 17. Januar 2007
Ich hatte noch gelernt, dass dies etwas mit den Laktaten (Salz der Milchsäure) zu tun hat, es wurde damals von einer Übersäuerung der Muskeln durch Überlastung gesprochen. Diese über Jahrzehnte verbreitete Information scheint falsch zu sein. Die Entstehung und der Abbau von Laktaten nach einer körperlichen Belastung stehen in keinem Verhältnis zum zeitlichen verzögerten Auftreten eines Muskelkaters. Die neue Hypothese, dass ein Muskelkater eigentlich ein Ergebnis einer Vielzahl von kleinen Rissen im Muskelgewebe ist, zirkuliert auch schon seit Jahrzehnten und scheint nun bestätigt zu sein.
Feinste Risse treten an nicht trainierten Muskeln auf und generell an Muskeln, die überlastet werden. In diese Muskeln dringt Wasser ein, was zu einen Anschwellen der Muskeln führt. Nach etwa einen Tag werden Abfallprodukte von den kleinsten Schäden an den Muskeln vom Körper abtransportiert und der Schmerz entsteht, wenn diese Stoffe mit Nervenzellen, die außerhalb der Muskelfaser liegen, in Kontakt kommen.
Ein Muskelkater, der durch Überbeanspruchung (Wiederaufnahme von Jogging oder anderen körperlichen Aktivitäten nach einer Winterpause) entsteht, lässt sich durch Dehnungsübungen oder einem Aufwärmtraining abmildern. Ein Trainingsaufbau sollte in sehr kleinen Schritten erfolgen, so dass die Muskulatur sich ohne diese Schäden und den folgenden Muskelkater wieder aufbauen kann.
Ein weniger genauer lässt sich Ursache von Muskelkater noch umschreiben. Bei der Arbeit von Muskeln werden konzentrische, isometrische und exzentrische Beanspruchungen unterschieden. Konzentrisch umfasst die intensiven Belastungen zum Beispiel beim Heben schwerer Lasten oder einem schnellen Lauf. Isometrische Belastung bezeichnet die Muskelanspannung gegen einen festen Körper (Druck gegen Wand oder Boden). Exzentrische Belastung ist das Abfedern von Belastungen beim Aufsetzen nach einem Sprung (oder Laufen) oder der plötzlichen Aufnahme großer Gewichte (Fangen, Annahme). Muskelfasern werden stärker belastet und es gibt eine erhöhte Verletzungsgefahr vor allem durch Mikrorisse.
Letztere Belastungen sind beide bei einem Umzug vorhanden. Schwere Kisten werden angenommen und dann treppabwärts, wobei jede Stufe eine Vollbremsung ist, transportiert und der nächsten Person gegeben.
Diese Informationen basieren auf WIKIPEDIA und zwei Artikeln des Sportmediziners Prof. Dr. Dieter Böning (FU Berlin), der seit mindestens 1979 in diesem Bereich forscht, im Deutschen Ärtzeblatt (2002) und Sportunterricht.
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Vergleiche auch meine Recherchen zu Spargel und Asparagin und Cumarin im Zimt
Blogeintrag vom 17. Januar 2007
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