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Freitag, März 12, 2010

Archiv: Table-Quiz Sherlock Holmes

(ARCHIV: Blogeintrag vom 27. Februar 2008)

Das Café K war wieder gut gefüllt, 14 Teams hatten sich gebildet. In der Ankündigung von Ralf war bereits darauf hingewiesen wurden, dass unser Quizmaster Peter Düker nicht dabei sein würde. Hatte kurz überlegt, ob ich überhaupt zum Table-Quiz fahre, da Peter mit seinem Humor ein integraler Bestandteil dieser Samstagabendunterhaltung ist und Gast-Quizzer nicht in guter Erinnerung sind. Doch dann gab es eine schöne Überraschung, Ralf machte den Quizmaster und stellte damit erstmals selber die Fragen, die er gesammelt hatte.


Autoren und literarische Figuren sind interessante Themen für ein Table-Quiz, doch dann muss man auch eine Affinität zur Person haben. Sherlock Holmes ist durch die verschiedenen Verfilmungen wohl bekannt, aber meine Erinnerung an der Lektüre von Werken von Sir Arthur Conan Doyle ist so schwach, dass ich möglicherweise außer einigen Kurzgeschichten nie etwas von ihn gelesen habe. Das ist dann keine gute Voraussetzung.
Die Frage zum Aufwärmen nach der exakten Adresse von Sherlock Holmes und Dr. John Watson ging ja noch, aber dann wurde nach Personen aus einzelnen Episoden gefragt und da mussten wir beide (kleines Team!) oft passen. Ich wusste dann noch den Beruf von Doyle und die beiden Hauptdarsteller aus dem Film "Der Mann der Sherlock Holmes war" von 1937. Magere 5 Punkte in einer Runde wo Spezialisten bis zu 10 Punkte holten.

Die zweite Runde war da schon viel besser. Ralf las 10 Behauptungen vor und wir mussten einfach "richtig" oder "falsch" schreiben. Die Sätze werde ich nicht wiederholen, weil diese sich wunderbar für ein Quiz im Rahmen des Europa-Kollegs eignen. Wir hatten 7 Punkte und waren damit auf Platz 5.

Die dritte Runde führte zu Unruhe, weil es arg schwer war. Es wurden zunächst fünf Fragen zur Mythologie gestellt. Der wer erinnert sich schon an die Eltern von Zeus, den Schlächter des Minotaurus, dem Befreier von Prometeus und was war eigentlich noch mal so gefährlich an den Gorgonen und was machen die Walküren? Wir hatten von diesen fünf Fragen gerade mal eine richtig beantwortet. Die nächsten fünf Fragen drehten sich um Hamburg und waren viel leichter zu beantworten oder zu erraten. Besonders gefiel mir die letzte Frage nach den UNESCO-Weltkulturerbe. Es gab insgesamt 4 Punkte und wir blieben auf den 5. Platz.

In der letzten Runde waren diesmal 7 Fragen, die sich auf Nachrichten der letzten Woche aus allen möglichen Bereichen bezogen und einmal mehr war zu merken, dass vieles einfach an einen vorbeigeht. Das bezieht sich nicht nur auf die aktuelle Nr. 1 der deutschen Single-Charts, sondern auch auf so etwas wie den Geburtstag der Erfinderin des Minirocks oder der obskuren Begründung für den Abschuss eines Spionage-Satelliten. Magere 3 Punkte und damit insgesamt gerade einmal 19 Punkte und damit der 7. Platz., also echtes Mittelmaß. Es waren "nur" zwei Punkte bis zum Prosecco und das Gewinnerteam hatte mit 7,5 Punkten Vorsprung zum zweiten Platz gewonnen.

Ralf hat sich gut geschlagen als Quizmaster, auch wenn natürlich die Schlagfertigkeit von Peter Düker fehlte.

Doch das Table-Quiz ist natürlich vor allem Grundlage für einen Abend im Café K und es gab viele interessante Gespräche über die verlogene Debatte über die mangelnde Steuerehrlichkeit in den Medien und durch einige Politiker. Die Steuerfahndung in den beiden reichen Südstaaten Bayern und Baden-Württemberg ist deutlich schwächer besetzt als in anderen Bundesländern. Die Sprache verrät viele. Da wird von Steuersünden oder Steuervergehen gesprochen. Ach es gibt Vergebung und Absolution und sie sind nur vom Weg abgekommen. Nein, es geht hier um kriminelle Energie und dem bewussten politischen Wegsehen und nicht bestrafen.
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Table-Quiz zur Weihnachtsgans

(ARCHIV: Blogeintrag vom 4. Dezember 2007)

Das vorherige
Table-Quiz im Café K zum Thema berühmte HannoveranerInnen hatten wir scherzhaft als Trainingseinheit für das große, schwere Table-Quiz um die Weihnachtsgans bezeichnet. Gunnar sagte damals schon, dass er weitere Mitspieler einwerben wird und so saßen wir am vergangen Samstag mit sieben Personen um den Tisch, davon drei, die noch nie dieser Spiel gespielt hatten.
Diesmal hatten sich gleich mehrere auf das Thema der ersten zehn Fragen vorbereitet und wir waren sehr zuversichtlich. Die Seiten von Wikipedia zu Gans und ganz boten Informationen aus vielen Bereichen, aber das half dann auch doch nicht weiter, da es im information overkill endete.

Es gab leichte Fragen (
Gänsewein, Gansäuer, Gänseblümchen), eine Frage zum Kinderlied „Fuchs du hast die Gans gestohlen", aber auch eine Frage zu Bruno Ganz, der Gans die goldene Eier legt und zum Film „Ganz oder gar nicht". Mit Glück erreichten wir 7 Punkte und lagen damit unerwartet auf den zweiten Platz.

Die zweite Kategorie war eine von diesen, die ich besonders mag. Ralf der Wirt und Fragensteller verteilte Zettel mit 13 Wörtern bzw. Erklärungen. Der Quizmaster Peter Düker stellte dann die zehn Fragen, deren Antworten bereits auf den Zettel standen. Natürlich handelte es sich um Fachwörter, regionale Begriffe und Begriffe aus anderen Sprachen, die hier bekannt sein könnten. Das klingt relativ einfach, aber selbst mit sieben Personen am Tisch mit ihren unterschiedlichen Ausbildungen und Erfahrungen waren nur vier Begriffe (Gilet, Humerus, Sojus, apogam) zu identifizieren. So blieben für die anderen sechs Lösungen neun Möglichkeiten. Die Fragen zu Garamond und Balneologie konnten noch richtig aus dem Bauch beantwortet werden, aber der Rest war dann raten und zweimal lagen wir richtig, hatten also in der Summe 8 Punkte und blieben auf den zweiten Platz.

Die dritte Kategorie hätte peinlich werden können, denn Sie hieß Geographie und wir waren zu zweit, die wir dieses Fach studiert hatten. Doch es gibt den großen Unterschied zwischen Schul-Erdkunde, Briefträgergeographie und halt der wissenschaftlichen Geographie. Die Fragen in einem Quiz kommen in der Regel aus den ersten beiden Feldern. Es wurden Fragen zu Orten (Belize), Flüssen (Potomac), Bergen (Einödriegel), Landschaften (Altmark), Inseln (Sao Jorge) und Wasserwege (Straße von Malakka) abgefragt. Doch auch aus den Umfeld kamen Fragen, wenn zum Beispiel nach einer wachsenden deutschen Großstadt oder die Koordinaten von Hannover erfragt wurden. Wir schafften 8 Richtige und waren damit sehr einsam und plötzlich mit drei Punkten Vorsprung auf den ersten Platz.

Tja, und dann kam wieder einmal die gemischte Sammlung von Fragen und wir schafften nur 5 Punkte. Trotz der großen Gruppe wussten wir nicht welches aktuelle Lied mit der Zeile „Willst du, dass wir sterben?" endet oder womit Enzo Rossi in der letzten Zeit in den Medien oft genannt wurde.
Aber, die anderen Teams hatten ähnliche Probleme und mit 28 Punkten und 3½ Punkten Vorsprung gewannen wir das Table-Quiz und werden noch vor Weihnachten gemeinsam eine Ente mit Beilagen und guten Rotwein vernaschen.

Es hatte lange gedauert bis wir auch mal wieder gewinnen. Im Januar hatten wir unter dem Motto Klimakatastrophe Karten für das Theater am Küchengarten gewonnen und im März diese in einer Vorstellung des bayrischen Kabarettisten Django Asül einlösten.
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Archiv: Table-Quiz HannoveranerInnen

(ARCHIV: Blogeintrag vom 21. November 2007)

Da hatten wir endlich ein gutes Team. Vier Leute mit vielfältigem Wissen aus 1½ Generationen. Auf dieses Table-Quiz im
Café K konnte man sich nicht wirklich vorbereiten. Alleine Wikipedia nennt in zwei Listen Hunderte von mehr oder minder berühmten Menschen, die entweder in Hannover geboren wurden oder einen wesentlichen Teil ihres Lebens in Hannover als Zugezogene verbracht haben. Ob die Geschwister Herschel, Hannah Arendt, Emil Berliner, Kurt Schwitters, Franz Wedekind, Mary Wigman, Rudolf Augstein oder Leibniz, Händel, Wilhelm Busch und Gerhard Schröder, es sind zu viele Persönlichkeiten aus Geschichte, Wirtschaft, Sport, Kultur und Politik, die hier Spuren hinterlassen haben. Unser Team nannte sich dreizueins, da nur einer von uns in Hannover geboren war.

Der erste Block hatte Fragen, die nur wenige Frustrationen erzeugten. Wer entdeckte zum Beispiel 1800 die Infrarotstrahlung, wie hieß die Geliebte von Martin Heidegger und wie lautet der Künstlername von Mustafa Gündog(du. Wir mussten natürlich auch raten beim Gründungsjahr der schrecklichen Band Scorpions und dem Autor von Haarmann. Die Geschichte eines Werwolfs. 9 Punkte und gemeinsamer erster Platz mit einen anderen Team waren das erste Zwischenergebnis. Von nun an gab es immer weniger Punkte.

Die zweite Runde sollte Teekesselchen und Wortspiele zum Thema haben, war aber leider verunglückt. Es gab gleich mehrere Fragen, wo mehr als eine Antwort möglich war oder nach akustischen Teekesselchen, Wörter die ähnlich klingen, gesucht wurden. So wurde sehr verschlungen nach Donna/Donner oder klauen/Clown gefragt. Es gab viel Stöhnen und die Stimmung im Café K wurde getrübt und unser Quizmaster Peter Düker musste viel reden, um diese wieder aufzuhellen . Wir hatten nur 7 Punkte, davon alleine 2 wo unsere abweichende Antwort als gültige weitere Lösung akzeptiert wurde. Doch die anderen Teams hatten ähnliche oder größere Probleme und nun waren wir alleine auf Platz 1.

Die Fallstricke des Haushalts wurden in der dritten Runde untersucht. Das hat Spaß gemacht, denn es gibt so viele Begriffe aus dem Haushalt, die entweder langsam ins Vergessen geraten oder sehr fachspezifisch sind. Wer kennt noch eine Scharbracke oder ein Kniestock? Was passiert in einem Feinwaschgang und warum ist es wichtig für die Lebensdauer einer Waschmaschine, dass in der Regel die Wassertemperatur nicht über 55° erwärmt wird. Und wie eine AAA-Batterie korrekt heißt und was ein Löffel im Hals einer geöffneten Sektflasche macht, waren weitere Fragen. Gutes Gefühl aber nur 6 Punkte, wir waren weiterhin mit 0,5 Punkten Vorsprung auf Platz 1.

Die 4. Runde mit ihren gemischten Fragen aus Allgemeinwissen, Aktuellem aus allen Bereichen zwischen Wissenschaften und Boulevard hat uns schon öfters den 1. Platz ruiniert. Wir wussten nicht, welches Gemüse regional auch als Spargelkohl bezeichnet wird, was eine Guilloche ist, wer der Vorgänger von Münte als Arbeitsminister war und welches Element die Ordnungszahl 40 hat. Natürlich wussten wir, wie das Getränk heißt, dass der Dude sich immer wieder mixt und auch meine Argumentation für die Kalorienzahl von 100 Gramm Nutella wurde akzeptiert und gab einen Punkt. Insgesamt waren es dann 4,5 Punkte und das Team, das bisher auf Platz vier lag, zog mit 9 Punkten an uns vorbei und wir erhielten Prosecco für unseren dritten Platz.

Wir haben uns köstlich amüsiert und sahen es im nach hinein als eine Trainingsrunde für die demnächst zu gewinnende Weihnachtsgans an. Die wollen wir haben!
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Archiv: Table-Quiz Musikinstrumente

(ARCHIV: Blogeintrag vom 21. Oktober 2007)

Das
Café K lud ein und viele kamen und auch wir waren endlich mal wieder mit einen bunt gemischten Team von sechs Personen am Start. Meine Mutter war am Nachmittag nach Hannover gekommen und machte mit. Ob Schwester oder Mutter, beide bemühen sich darum, dass ihre Reisepläne für Hannover so gestaltet werden, dass an diesem langen Wochenende auch ein Table-Quiz stattfindet.
Meine Mutter hatte bereits zu Hause im großen zehnbändigen Lexikon das Stichwort Musikinstrumente nachgeschlagen und fasste die wichtigsten Erkenntnisse zusammen. In unserer Familie ist niemand musisch ausgebildet und so besteht keinerlei Wissen über die Fachwörter der Musikwissenschaft.

Ich hatte einfach wieder Wikipedia genutzt und vom Stichwort Musikinstrument verschiedene Pfade beschrittet. Idiophone, Membranophone, Chordophone, etc. ermöglichten einige Assoziationen, die dieses Wissen auch über das Lersen hinausretten. Beim gemeinsamen Abendessen spekulierten wir auch in verschiedene Richtungen, was für kuriose Ereignisse der letzten Zeit, denn in der vierten Fragerunde wohl abgefragt werden würden. Ich will hiermit eigentlich nur sagen, dass es jedes Mal wieder ein Spaß ist, sich auf ein Table-Quiz vorzubereiten. Das TQ ist damit Grund zur Freude für viele Stunden, so auch jetzt beim Schreiben dieser Nachbetrachtung.

Doch nun zu den Fragen unter der Überschrift Musikinstrumente. Da einige der Leser dieser Zeilen musisch ausgebildet sind, stelle ich einfach mal alle zehn Fragen und überlasse euch das Rätseln: 1. Bei welchen Instrument muss man einen Frosch anfassen? 2. Auf welcher €1-Münzen befindet sich eine Harfe? 3. Wie viele Tasten hat ein normales Klavier, wie viele sind Schwarz und wie viele sind Weiß? 4. Stratocaster und Les Paul sind was für Instrumente? 5. Welches von den folgenden Instrumenten hat keine Klappen: a) Engl. Horn b) Fagott c) Tuba d) Oboe? 6. Bei welchem Instrument wird ein Bottleneck verwendet? 7. Welches der folgenden Instrumente ist kein Ideophon: a) Glocke b) Xylophon c) Blechtrommel d) Triangel? 8. Das mittelalterliche Rebec ist ein Vorläufer welches Instruments? 9. Welche niedersächsische Stadt hat ein doppeltes Recht für seine Instrumente gerühmt zu werden? 10. Eine Okarina wird: a) geblasen b) geschlagen c) gezupft d) nix von den genannten? Also wir konnten die Fragen 2, 4-6 und 9-10 richtig beantworten. Mit diesen 6 Punkten landeten wir zunächst auf Platz 4.

Die zweite Kategorie waren mal wieder blöde Wortspiele. Ein Zitronenfalter faltet keine Zitronen. Da gab es einige große Lacher, wie zum Beispiel: Wer seine Felidae immer mit Anabolika füttert bekommt dies?; Welcher Glücksritter stellt bestimmt nichts für Leseratten her? Wir schafften unfassbare 9 Punkte, aber fast alle Teams schnitten sehr gut ab. Dies lag bestimmt auch daran, dass das plötzliche Erkennen der Lösung oftmals nach langem Grübeln laut ausgerufen wurde. Dennoch waren wir nun auf den 2. Platz.

Und dann wurde Peter Düker zum altmodischen Lehrer. Es wurde so genanntes Schulwissen abgefragt, wie der Entdecker des Penecillin, das Land dessen Hauptstadt Male heißt, Zusammensetzung von Bronze, Vitamin Retinol als Buchstabe oder die Grundlage der chemischen Ordnungszahlen. Am Tisch war eine Mittelstufenlehrerin, ein Erwachsenenbilder und meine Wenigkeit, aber zu mehr als 6 Punkten reichte es nicht, was aber immer noch zum 2. Platz reichte. Das führende Team hatte nun aber bereits 4 Punkte Vorsprung.

Die letzte bunte Mischung des Alltagswissens war endlich einmal leicht für uns. Wer erhielt den ersten A380, wer ermittelt in Glennkill, was sind Isthmus, Gleichrichter oder Holzmiete und was war so besonders am NSU RO80. 9 richtige Antworten, insgesamt 30 Punkte und eine Flasche Prosecco für den zweiten Platz.

Wir hatten unser Team frech „Für's TAK lohnt sich's" genannt, aber die Karten gingen verdient an das Team, welches schließlich fünf Punkte Vorsprung hatte. Wir hatten bereits zweimal Karten für die Kabarettbühne Theater am Küchengarten gewonnen, doch gestern hatten wir gegen dieses Team keine Chance.
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Archiv: Table-Quiz Horror und Grusel

(ARCHIV: Blogeintrag vom 23. September 2007)

Bereits vor zwei Wochen wurde erstmals eingeladen, aber erst gestern begann für mich der Spaß der neuen Table-Quiz Saison im
Café K.

Der erste Block sollte um Grusel und Horror gehen, Dieses ist ja eines der populären Themen in den letzten Jahren im Kino und als Filmfan (wenn auch nicht dieser Filme) war es ganz interessant bei Wikipedia vorbeizuschauen und sich mit den Klassikern der Filmgeschichte zu beschäftigen.

Als Gruppenname schlug ich Bram Shelley vor und dies mag zwar ein wenig bemüht klingen, wurde aber von der Gruppe akzeptiert.
Die ersten beiden Fragen widmeten sich auch prompt Details aus dem Umfeld von Frankenstein und Dracula. Meine rumänischen Bekannten hätten sich bestimmt über die Frage nach dem historischen Vorbild von Dracula aufgeregt. Und an welcher UNI studierte Dr. Frankenstein? Mit dem Mord in der Rue Morgue und dem Sandmann wurden weitere Klassiker abgefragt. Doch selbst der Titty Twister Club und die Zombies aus Night of the Living Dead haben diesen Rang erworben. Doch es wurde auch nach der Scream Queen gefragt und nach der Waffe von John Sinclair. Wir schafften immerhin 6 Punkte.

Der zweite Block widmete sich der Haide, um eine alte Schreibweise wieder aufleben zu lassen und die Unterscheidung von Nichtchristen (Heide) und der Pflanzenformation zu pflegen. Die Schreibweise ist gar nicht so ungewöhnlich, denn noch im 19. Jahrhundert wurde die Pflanze und die heimische Schafart (Haidschnucke) mit AI geschrieben.
Nun wurde nach dem Haidekraut, der Haidekönigin und dem Haidedichter gefragt. Und wie heißt die höchste Erhebung, der Fluss in Lüneburg oder die Stadt mit dem Hunderwasser-Bahnhof. Auch hier wurde nach einen Klassiker gefragt und ich hätte einfach auf den von mir gepflegten Spruch hören müssen, dass große Zitate in der Regel aus der Bibel oder von Shakespeare oder Goethe stammen. Ich argumentierte für einen norddeutschen Dichter und wir verloren diesen Punkt. Ein Team entsandte eine Sängerin, die die erste Strophe sang, dies gab einen berechtigten Sonderpunkt. Doch wir erreichten trotzdem 7 Punkte.

Der dritte Block war ein gesprochenes KreuWo. Zehn Fragen und jeweils wurde ein Buchstabe angegeben und die Zahl der Buchstaben genannt. In jedem Wort wurde zusätzlich ein Buchstabenfeld genannt, das zu einen Gesamtlösungswort führen würde. Das hat sehr viel Spaß gemacht! Und nachdem die Frage zu den Gesamtlösungswort gestellt wurde –es wurde eine Stadt am Harzrand gesucht, deren lokale Spirituose nach 1989 als innerdeutscher Versöhnungsdrink bekannt wurde. Da dies schnell erraten wurde, waren plötzlich zwei Buchstaben von jedem Lösungswort bekannt und wir kamen auf neun der zehn Antworten und entsprechend 10 Punkte, dennoch fielen wir auf Rang 3 ab und das führende Team hatte bereits 3 Punkte Vorsprung.

Der vierte Block war einmal mehr ein Desaster. Auch hier gab es maximal 11 Punkte, da es eine Hammerfrage gab. Es fing ja noch leicht an mit der Frage nach dem Ursprung des Firmennamens AUDI. Aber bereits die nächste Frage nach „Schmollies" und „Fiduzit" konnte scheinbar niemand im Café beantworten. Da hätte eine Ersatzfrage aus dem Hut gezaubert werden müssen. Eine Frage zum Frauenfußball (aktueller Deutscher Meister) war zu erwarten und wieder wurde nach einer skurril klingenden Spezialdisziplin in der Wissenschaft (Myrmekologie) gesucht. Die Österreicher mit ihren vielen Mundartwörter waren schon oft ein Grund zum Stöhnen, diesmal war es der Schanigarten. Im protestantischen Hannover zu Fragen für welche Klientel die Heilige Margaretha zuständig ist, kann nur erraten werden. Doch die Hammerfrage führte zunächst zu Gelächter und störte schließlich die Stimmung. Es wurde nach den Namen des populären Schlagerduo „Amigos" gefragt, die aktuell die Album-Hitparade in Deutschland anführen.
Die 40. Frage war natürlich wieder an die 40 gekoppelt. Es wurde nach dem Verfassungsorgan gefragt, dass erst mit 40 Jahren angetreten werden darf. Wir hatten nur 4 Punkte, aber das bisher führende Team hatte sogar nur einen Punkt. Gemeinsam landeten wir auf den 2. Platz und fanden eine Flasche Prosecco vor uns.

Die Nacht wurde noch lang, da ich mit einigen von einem anderen Team und unserem Quizmaster Peter Düker zusammensaß und mich über Trivialkultur und die besten Filme nach eigener Einschätzung unterhielten. Es gab nur wenige Schnittmengen.
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Mittwoch, März 03, 2010

Archiv: Table-Quiz Swing

(Archiv: 20. Mai 2007)

Swing, wer denkt dabei nicht an Big Bands?
Wikipedia zeigte bei diesem Begriff, dass es auch noch viele andere Bedeutungen und Zusammenhänge geben kann. Wissend, dass ein Swing-Experte (Musik!) am Abend beim Table-Quiz im Café K teilnehmen würde, schaute ich nur oberflächlich über die Seiten. An der Überziehungskredit der DDR (=Swing) konnte ich mich begrifflich sogar noch erinnern und Swing als Börsenbegriff war mir auch schon untergekommen, aber das Swing auch ein Element der Programmiersprache Java ist, war mir neu. Ich ging einfach mal davon aus, dass es sich ausschließlich um Fragen zur Musik drehen würde. Aber es war natürlich auch interessant, zu lesen, dass Swing auch ein Oberbegriff für viele Tänze ist, darunter auch der Charleston, Shag, Jitterbug und Boogie-Woogie. Die Informationen zum Swing-Rhythmus waren dann unverständlich. Ich habe nie etwas Theoretisches über Musik gelernt. MusiklehrerInnen waren während meiner Schulzeit Mangelware und so waren die Angaben zu Offbeat, Triolen, etc. ein Klingeln in den Ohren.

Die Fragen dieser ersten bekannten Kategorie waren recht schwer, aber unser Experte schrieb locker fast alle Antworten hin. Es wurde u.a. gefragt, nach dem Instrument von Benny Goodman, dem Saxophonisten von Roger Ciceros Band, der Swingjugend, dem Komponisten von "Fly me to the Moon" und "You must take the A-train". Als Lernkontrolle wurde einmal mehr die Frage nach den Mitgliedern des Rat Pack gestellt. Alle kennen Frankie Boy, Sammy und Dean Martin, aber das sind nur die Bekanntesten einer Gruppe von 6-12 berühmten Alkoholikern (Oceans Eleven), die in Las Vegas öffentlich den harten Suff feierten. Und wenn man zu seiner Rat-Pack CD greift, dann sollte da auch ein Stück von und mit Joey Bishop drauf sein und vielleicht auch Shirley MacLaine oder Robert Lawford. Uns fielen diese Namen auch nicht ein. die Medien erwähnen stets nur die ersten Drei. Acht Punkte und Platz 2.

Die zweite Kategorie behandelte die Vergänglichkeit des Ruhms und die Schwäche des Gedächtnis der Anwesenden. Es ging also um Größen, die vor 6-12 Monaten oder wenigen Jahren beständig im Fernsehen zu sehen waren und fast jeden von uns bekannt sein sollten. Frau Pauli, die so erfolgreich Stoiber kritisierte, ist Landrätin in welcher Stadt? Gute Frage, nächste Frage! Und dann wurde nach Namen gefragt. DSDS-Star 2006, die im Irak entführte deutsche Archäologin, Präsidentschaftskandidatin gegen Köhler, VW-Manager, der von GM abgeworben wurde. Und wer waren eigentlich Matthias Rust oder Lena Gercke. auch gab es eine ironische Lernzielkontrolle und es wurde noch einmal nach den chinesischen Namen für Astronauten gefragt. Du lernst nicht für die Schule, sondern für das Table-Quiz. Neun Punkte und erstmals auf Platz 1.

Wer kennt nicht das Teekesselchen-Spiel aus der Kindheit. Hier also nun für Erwachsene. "Mal macht er die Abgase sauber, mal macht er den Jemiten froh". Ein Fluss, zwei Staaten, "Für junge Leute eine Frage des Ausdrucks; Bergleute haben ihr ganzes Leben damit zu tun. Der Wirt vom Café K hatte mal wieder schöne Formulierungen gefunden! "Als DER meistens kräftig und rund, als DIE macht sie kräftig und rund". Diese Kategorie wurde sehr lang und sehr laut. Es fand wohl an allen Tischen ein intensives Brainstorming statt. Eine Vielzahl von Begriffen wurden ausprobiert, verworfen, wieder vorgeschlagen und schließlich eingetragen. Für mich erstaunlich, hatten wir in sieben Fälle eine richtige Lösung. Wir blieben auf Platz 1, nun sogar mit 1,5 Punkten Vorsprung.

Und dann kam einmal mehr die Ernüchterung oder eher die Erkenntnis, dass man sich nicht mehr konzentrieren kann, der vierten Runde. Die bunte Mischung war für uns mal wieder eine nicht zu knackende Nuss. Denn was sind Kataklystiker, wo liegt Vientiane, was sind Rauchwaren oder Beulstreifen, wie viele Saiten hat eine Konzert Mandoline und wer war 1992 beim letzten Meistertitel Trainer des VFB Stuttgart? Welche Stadt hat das Motto Fluctuat nec mergitur (sehr frei übersetzt: "Sie schwimmt gut und geht nicht unter")? Als vierzigste Frage wurde noch einmal (Wann lernt ihr das endlich!) nach den 40. Präsidenten der USA gefragt. Nachdem wir es zuletzt falsch hatten, erinnerte ich mich richtig. Der Wahlbetrüger Dubbelju ist Nr. 43! Es gab sogar diesmal eine 11 Frage und dennoch hatten wir nur 4 Richtige und die Eintrittskarten für Desimo waren unerreichbar. Wir verloren zwei Punkte auf den vorherigen Zweiten und freuten uns an den ausgeschenkten Prosecco.

Es war ein wundervoller Abend und er wurde dann noch sehr spät. Regulär war es bereits nach Mitternacht, als die Rangfolge bekannt wurde, aber ich klönte dann noch mit dem Quizmaster Peter Düker und dem befreundeten Team, die diesmal unter den Namen "Pariser Platzkonzert" gespielt hatten. Wir waren übrigens das Team "Platz 19" als Referenz an Roger Cicero.
Besonders interessant war der Austausch über kulturelle Differenz und die fehlende Sensibilität von Reisenden in fremden Ländern. Touristen, die in Badekleidung sakrale Gebäude betreten wollen sind einfach nur peinlich. Religiöse Intoleranz und Borniertheit stehen dieser kulturellen Dummheit als anderes Extrem gegenüber. Ob Taliban oder Evangelikaler; jeder Mensch darf gerne radikal glauben, doch Säkularisierte solten in Frieden gelassen werden.
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Archiv: Table-Quiz Radfahrer

(Archiv: 7. Mai 2007)

... und wieder war mal Zeit für ein Table-Quiz. Diese Samstagabendunterhaltung ist viel besser als TV oder sogar wie ein Abend mit Buch.

Diesmal hatte ich mich nicht vorbereitet, da meine Assoziationen zum Thema Radfahren in zu viele Richtungen gingen und daher viele Stunden Wikipedialektüre erfordert hätten. Es ist schont raurig, aber bei Radfahren dachte ich zunächst an Doping (und wie sich zeigte, war ich auch nicht der Einzige).

Wir waren mal wieder nur zu zweit, aber das war an diesen Abend nichts ungewöhnliches, da das Café K nur schwach besetzt war. Sieben Teams trotzten den guten Wetter.
Der Wirt hatte schöne Details zu Fragen zum Thema Radfahrer ausgewählt. Vom Namen des ersten Fahrrades, dass nach seinen Erfinder benannt wurde, über den Erfinder der luftgefüllten Reifen, der Hauptrolle im deutschen Spielfilm "Immer diese Radfahrer" bis zur Auflösung der Abkürzung ATB. Ich musste schmunzeln, als auch eine Frage zum so genannten Bonanzarad auftauchte. Diese Prestige trächtige Fahrzeug hatten auch einige meiner Mitschüler in Zeven. Mit sechs Punkten waren wir zufrieden und als der Punktestand verlesen wurde, gab es auch ein Team "Mit EPO im Blut, geht es uns gut", die auch an Doping gedacht hatten. Wir nannten uns Marathonverweigerer in Anspielung an den sonntäglichen Hannover Marathon, der sich bereits in den Straßen durch Absperrungen abzeichnete.

Zitronenfalter falten keine Zitronen. Die zweite Kategorie thematisierte irreführende Namen wie Chinarindenbaum, Doppelviererohne, Herdbuch und falsche Beschreibungen, wie "Der grüne Ring um Hannover" ist blau markiert und wo wird eigentlich Johannisbrot hergestellt. Wieder sechs Punkte und weiterhin auf unseren Rang (= sprich die 4).

Dann kam ein Thema, wo wir optimistisch waren. Bücherwelten. Doch dann war hier leider der Schwerpunkt auf Literatur nach 1990 und wir hatten nicht Elementarteilchen, Schwarm und Vorleser gelesen, doch wir zwei hatten mehr gelesen, als viele andere. Wieder sechs Punkte und nun endlich Platz drei.

Die bunte Mischung ist natürlich immer unser Problem, so auch diesmal weil gleich zwei Sportfragen auftauchten. Es interessiert uns einfach nicht, wo die Eishockey-WM stattfindet und das Championleague-Finale. Es mussten natürlich auch wieder Wortbedeutungen erraten werden. Was ist ein Schnüffel bei der Bundeswehr, was heißt Karaoke übersetzt und was ist ein Rutilist.

Irgendwie gab es fünf Punkte und wir blieben endlich mal auf 3. Die Flasche Prosecco wurde auf unsere Bitte verschlossen übergeben und nun haben wir beide eine Flasche von einem dritten Platz.
Mal sehen, wann die Flasche dran glauben muss?
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Dienstag, Dezember 05, 2006

Table-Quiz Fair Handeln

Die Vorbereitung auf das Thema machte diesmal mehr Spaß, als die erste Runde im Table-Quiz im Café K. Im Gespräch wurde verdeutlicht, dass es sich zum einen, um alle Aspekte des FairTrade handeln kann und das vermutlich auch als Transfer einige Fragen zum Fachvokabular des Themas "Verhandeln" zu erwarten sind.
Wikipedia war vor allem eine Bestätigung, dass viele Hintergründe und Details nach zwanzig Jahren Lektüre der taz und eines Lebens im ehemals alternativen Milieu bekannt sind und nur aufgefrischt und erinnert werden mussten. Die Auflösung der gängigen Abkürzungen, wie GEPA (=Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt ), FIAN, NEWS, FLO, FINE oder IFAT wurde wie Vokabeln gelernt. Und dann würde es vermutlich um die vielen Label im FairTrade (z. B. TransFair) und die gängigen Produkte gehen
.

Die Fragen zum ersten Themenblock wurden vom Wissenschaftsladen Hannover formuliert. Die Fragen waren dann leider zum Teil sehr einfach (Anteil des FairTrade-Kaffee am deutschen Kaffeemarkt, Produktionsland von Fußbällen) und dann auch noch in der Form von Multiple Choice abgefragt. Unsere Gruppe (mein Namensvorschlag "Sandino Dröhnung") von vier Personen erreichte 7 Punkte und ein Team sogar die sehr seltenen 10 Punkte.

Die zweite Fragengruppe bot eine neue Kategorie. KreuWo. Zehn gemischte Fragen und es wurde jeweils Buchstabenanzahl und Stellung eines Buchstabens im Wort vorgegeben. 9 Punkte für uns und das eine Team hatte wieder 10 Punkte. Das gab es noch nie. Diese Kategorie wurde per Abstimmung zum Schluss bewertet und nach der allgemeinen Zustimmung wird es noch öfters KreuWo geben.

Die dritte Gruppe wurde für mich blamabel. "Wir sind die Niedersachsen" und wir konnten nur 6 Fragen richtig beantworten, doch wer kennt schon den OB von Braunschweig (Hoffmann) und die Sage von den 7 Trappen (Benthe) oder der Standort des Denkmals für den Huckup (Hildesheim).

Die bunte Mischung der vierten Fragengruppe war mal wieder nichts für uns. Erstaunlicherweise wurden nur zwei Fragen mit Aktualitätsbezug (Spitzname von Markus Wolf, erste Wort des Ringrichters beim Boxkampf) gestellt, ansonsten ging es munter durch Geografie (Hauptstadt von ...), Comics (Dalton Brüder), Skurilitäten (Kabeljaukrieg, Hundewache).

Wir endeten im Mittelfeld und erhielten wie alle anderen Teams als Trostpreis FairTrade-Schokolade vom Wissenschaftsladen.
Die Veranstaltung ist zwischenzeitlich so beliebt, dass alle Tische (auch die Stehtische an der Tür) belegt sind und mindestens drei Gruppen, die erst nach 20 Uhr ohne Reservierung ins Café kamen, wieder gehen mussten. Es war sozusagen ausverkauft.
Ärgerlich war das Ende, den es dauerte und dauerte und noch bevor alles vorbei war, mussten wir zwei zum letzten regulären Bus gehen.

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Dienstag, November 21, 2006

Table-Quiz Sächsisch

Und wieder mal wurde ein Table-Quiz im Café K in Linden veranstaltet.

Bereits vor zwei Wochen wurde auf der Homepage das Thema "Sächsisch" für den ersten Fragenblock angekündigt. Der übliche Blick auf Wikipedia zur Vorbereitung und Einstimmung brachte nur eine Erkenntnis. Sächsisch ist nicht die Sprache im Bundesland Sachsen. Die sprechen dort den Thüringisch-Obersächsisch Dialekt. Linguistisch betrachtet sind Plattdeutsch und Sächsisch identisch. Die weiteren Querverweise führten zu verschiedenen linguistischen Begriffen, die mich vor allen langweilten. Die Vorbereitung wurde abgebrochen und am Abend ging es mit zwei niederländischen Familienmitgliedern ins Café K. Doch waren wir mit einem guten Bekannten aus der UNI-Zeit und seiner Partnerin verabredet. Mein übliches Team war auch anwesend, wir spielten aber als eigenes Team unter dem Namen
Geluk is een schoone zaak!

Die Gedankengänge der abgebrochenen Vorbereitung liefen in die falsche Richtung. Ein regelmäßiger Table-Quiz-Spieler, der aus Leipzig stammt, war der Moderator des 1. Frageblocks. Peter Düker war hier nur der Ko-Moderator, der die Fragen ins Hochdeutsche übersetzte. Neun Fragen zum Bundesland Sachsen (Geografie, Geschichte, etc.) und nur ein "sächsischer" (=ost-thüringischer!) Begriff waren zu erraten. Unser Team war gut und wir schafften immerhin die Hälfte der Fragen und hatten nur vier Teams vor uns.

Im zweiten Block ging es um das weite Feld der Biologie, wo wir fünf mehr Lücken als Wissen zeigten. Zum Beispiel führte die Frage nach dem größten Bären sogleich zu drei Antworten. Einmal wurde argumentiert, dass nach dem Grundsatz, um so kälter der Lebensraum, um so größer das Tier, dies zwingend der Eisbär sein muss. Dann wurde auf eine Tiersendung verwiesen, in welcher der Kanadische Grizzly als der größte Bär bezeichnet wurde und ich konnte nur aus den Bauch ohne weitere Begründung den Kodiak nennen. Mein Bauch hatte Recht, aber wir hatten einen anderen Bären auf den Antwortbogen. Vier Antworten waren richtig und die anderen Teams hatten scheinbar ähnliche Schwierigkeiten, da wir weiterhin nur vier Teams vor uns hatten.

Ein Schelm, wer an etwas anderes denkt hieß es für die dritte Runde. Der Wirt des Café K hatte über längere Zeit zweideutige Begriffe gesammelt und hatte nun zehn Wörter, die richtig missverstanden werden konnten. Nibbeln, Flutschfinger, Pissebau und G’Schwällte sollten definiert werden. Für die richtige Erklärung von Fikh hätte es sogar zwei Punkte gegeben. Mit Wissen und Raten erreichten wir sechs Punkte und hatten endlich nur noch drei Teams vor uns.

Die bunte vierte Fragerunde ist regelmäßig entscheidend gewesen. Oftmals war unser Team daran gescheitert. Doch diesmal ging es gut. Ar, Tenno, Pennsylvania Dutch, Ehemann von Britney Spears, Geburtsland von Albert Camus waren verstreut in der Gruppe bekannt und wir kamen hier insgesamt auf sechs Punkte und damit auf insgesamt 22 von 41 möglichen Punkten. Die Sieger hatten nur 23,5 Punkte und wir erhielten als Dritte (von 15 Teams) immerhin eine Flasche Prosecco.

Die Fragen waren schwer, aber das ist auch gut so. Es ging diesmal schließlich um den gansz großen Preis. Eine Ente mit Beilagen und einer Flasche Wein. Ich hoffe, dass beim nächsten Table-Quiz ("Fairer Handel") noch eine Ente ausgelobt wird. Als wir vor drei Jahren die Ente gewannen, wurde dies eine großes, sattes Fest.
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Sonntag, Oktober 22, 2006

Table-Quiz Derrick

Die Vorfreude ist stets ein wesentlicher Teil dieser Quizveranstaltung im Café K. So hatte ich bereits angefangen, mich mit einer der langweiligsten Krimiserie zu beschäftigen.
Und dann kamen die Bazillen.
Seit Freitag bin ich malade. Als gestern Nachmittag die Hustenanfälle immer tiefer gingen, musste ich einer Freundin anrufen und absagen.
Gegen 23 Uhr kam dann eine SMS rein, sie wollten mich als Telefonjoker nutzen. Nur leider ist mein Handy für SMS gesperrt und die Frage nach Substitutionswirtschaft hätte ich auch nicht beantworten können.
Blöde Erkältung! Das Table-Quiz ist für mich als Single einer der Höhepunkte im Wochenverlauf. Endlich mal Menschen um mich, die ich mag und die ähnlich ticken.

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Sonntag, Oktober 08, 2006

Table-Quiz Vögeln

Meine Assoziationsketten waren einmal mehr sehr wild, als Ralf vom Café K per Email das Table-Quiz ankündigte: „Thema diesmal : von Vögeln“
Aha, gewohnt zweideutig; also hatte ich meinen Spass, als ich mir über Wikipedia Informationen zur Ornithologie, Sex, Heinrich Vogler, Vögelsen u.a. anschaute.

Der Quizmaster Peter Düker schloss in seiner Begrüßung alle Zweideutigkeiten aus und es gab wirklich zunächst zehn Fragen aus der Vogelwelt.
Als Großstädter kannte ich einige Fakten, aber einzelne Vogelarten sind mir fremd geworden. In der Jugend habe ich gerne Tiersendungen gesehen, aber das ist nun fast dreißig Jahre her. Dies schien auch für die drei anderen im Team zu gelten, denn fast jede Multiple-Choice-Frage zu konkreten Vogelarten, führte zu Ratlosigkeit und zur falschen Antwort. Wer kennt schon eine Heckenbraunelle, Erlenzeisig, Buschhuhn oder Mittelsäger (alle Links mit Fotos von den Vögeln!). Wenn doch meine Mutter dabei gewesen wäre; als Hobby-Ornithologin hätte sie uns weiter führen können. Mit 4 Punkten waren wir in der Nähe der Trüffeln und bereits 4 Punkte hinter dem führenden Team.

Unser Team hatte einen Gast. Ein Student aus Brandenburg, der bei der Bahn in Hannover arbeitet (duales Studium mit on-the-job-training) war alleine im Café K erschienen und Peter hatte uns gebeten, ihn in unsere Gruppe aufzunehmen. Mit diesem jungen Mann wurden im Verlauf einige Wissenslücken geschlossen. Unser Team hieß übrigens nach meinem Vorschlag „Zoohandlung“ in Anspielung auf die erste Szene in Hitchcocks „Die Vögel“.

Der zweite Block widmete sich mal wieder Politik und Zeitgeschichte und ich erwartete nun viele Punkte. Scharpings Abgang, Nachfolger von Jitzchak Rabin, letzter Apartheid-MP, ermordete Mafia-Sonderermittler, Position von Colin Powell vor seinen Eintritt in die Politik, Amigoaffäre. Es war vielfältig und wurde ein Gewürge und Gerate, dass mit Brainstorming „nenn‘ mal alle MP von Israel“ schließlich zu vielen richtigen Antworten und 7,5 Punkten führten. Die Trüffel war nicht mehr erreichbar und wir nur einen Punkt hinter dem Platz 3.

Die dritte Kategorie war besonders unterhaltsam, denn es war mal wieder „richtig – falsch“. Sätze wurden verlesen, in denen jeweils ein Fakt falsch war, jedoch war ein Satz vollständig richtig. Es ging also darum neun Fehler zu notieren und einmal einfach RICHTIG zu schreiben. Fast jeder Satz wurde diskutiert, aber dennoch lagen wir zu oft falsch. 6 Punkte und weiter auf Platz 4.


Die bunte Mischung im vierten Block war einmal nicht unser Frust. Hier gab es auch die Hammerfrage „was ist n e u t r a l m o r e s n e t ?“, die zwei Punkte wert war, aber von niemand beantwortet werden konnte. Wir waren deshalb ganz glücklich mit unseren 5 von 9 möglichen Punkten, aber das brachte uns in der Summe nur 22,5 Punkte und einmal mehr den 4. Platz unter elf Teams, von denen neun auf Sieg und zwei auf Trüffel mitspielten. Die Gewinner des Abends waren altbekannt und wir lagen neun Punkte hinter ihnen.


Es war mal wieder ein unterhaltsamer Abend und in zwei Wochen soll das Table-Quiz dann mit Kommissar Derrick beginnen.
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Sonntag, September 24, 2006

Table-Quiz Harry Potter

Gestern abend war wieder einmal Table-Quiz im Café K in Linden. Der erste Themenblock sollte sich um das Universum von Harry Potter drehen. Ich fuhr alleine nach Linden und setzte mich an einen nicht reservierten Tisch. Mein Team war aus individuellen familiären Gründen an verschiedenen Orten Deutschlands verstreut. Eine Bekannte einer Bekannten sprach mich an und fragte, ob ich bei ihnen mitmachen möchte. Natürlich, denn alleine am Tisch wäre es nicht so lustig geworden.

Ich hatte am Nachmittag noch einmal die Box mit den ersten vier Bänden in die Hände genommen und beim Blättern durch die Kapitel überlegt, welche Details vielleicht erfragt werden. Es gibt Hunderte von Personen in den Romanen, die an Dutzenden Stellen handeln und Details aus der magischen Welt erscheinen fast unüberschaubar. Also schaute ich auch noch mal bei Wikipedia vorbei, um Kuriosa im Umfeld der Schriftstellerin zu lesen. Na, wie lautet zum Beispiel der zweite Vorname von Harry Potter oder der Familienname seiner Mutter? Michael Gambon spielt nun Albus Dumbledore, doch wer spielte diese Rolle in den ersten beiden Teilen?

Diese Fragen wurden nicht gestellt. Statt dessen wurde zweimal nach einem Zauberspruch gefragt, einmal wurde nach der Wirkung eines Spruches gefragt und einmal nach dem Spruch zum Entwaffnen von Dementoren gefragt. Wie lautet der bürgerliche Name des Unaussprechlichen? Was sollte man nie mit einem Hippogreif tun? Wie heißt die Bank der Zauberer? Der Händler der Zauberstäbe? Der Leiter des Hauses Ravenclaw? Das Gasthaus von Rosmerta? Was ist Belfer und wo lebt die maulende Myrte?
Wir hatten einen Joker. Die erwähnte Bekannte einer Bekannten hatten ihren etwa 15 Jahre alten Sohn eingeladen und der kannte das HP-Universum. Nur der Name der Kneipe und des Zauberstabhändlers fielen ihn nicht ein. 8 von 10 Punkte und damit mit mehreren Teams auf dem 2. Platz. Kein Team hatte alles gewusst und zwei Tische mit den Lindener Intellektuellen, die stolz erklärten, so etwas weder zu lesen noch im Kino zu sehen, hatten nur 1 bzw. 2,5 Punkte. Was für arrogante Schnösel. Ich sehe mich auch als ein Intellektueller, aber 6 Punkte wusste ich auch.

Der zweite Themenblock drehte sich um Technik und Naturwissenschaft. Toll, der Joker war wieder gegangen –warum sollte er auch mit Alten seinen Samstag verbringen?- und ich saß mit drei Frauen zusammen, die genauso wenig von T & N wussten, wie ich. Viele Begriffe wurden nachgefragt: Fluchtgeschwindigkeit, konvex, Äquinoktikum, Supernova, Druse in der Geologie oder es wurde nach Entwicklern oder Entdeckungen gefragt: Crick & Watson, Mendelejew & Mayer, Elektromotor. Das brachte nur noch 5 Punkte.

Die wilden Wortspielereien des nächsten Blocks waren oftmals nahe dem Kalauer, aber einige waren wirklich gut. Es waren so leichte Fragen wie nach dem „musikalischem Mais“ (1) und dem „Träger der Erbinformation am Verdauungsorgan“ (2) aber auch wieder Fragen, die unbeabsichtigt mehr als eine richtige Antwort ermöglichten. Es gab also mehrmals halbe Punkte für logische Antworten. 9,5 für uns und wir waren auch nur noch einen halben Punkt vom Prosecco entfernt. Ein Team war jetzt bereits in allen drei Runden auf 1 und schon unerreichbare 3,5 Punkte vor uns.

Die gemischten Fragen brachen auch diesem zusammengesetzten Team das Genick. Ich wusste zwar noch was Gamelan ist (3) und was auf der 2006er deutschen 2-Euro-Münze abgebildet ist (4), aber weder wussten wir was eine Plinse ist noch Enflourage, die Zahl der Feldhockeyspieler, Bushido oder die höchste Rolle, die Alison Morrisette in einem Film spielte (Sie war Gott im phantastischen Dogma!). 4 Punkte und damit mit 26,5 Punkten nur auf Platz 6.

Peter Düker und der Wirt Ralf überschütteten uns immer wieder mit spöttischem Trost, aber die Bekannte der Bekannten sagte nur trocken als letzte Entgegnung. "Wir haben letzten Mal gewonnen, andere sollen auch mal gewinnen."
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Fussnoten: (1) Popkorn (2) Gendarm (3) Perkussionsmusik aus Java (4) Holstentor

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