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Samstag, Januar 04, 2014

Archiv: Berlin aus der Perspektive eines Besuchers

(Ein Blogbeitrag vom 12. August 2012)

 In Berlin Schöneberg:
  • gibt es erstaunlich viele Kneipen, Imbisse und Restaurant UND die sind am Abend auch sehr gut besucht
  • gibt es im Supermarkt Lech Premium (Polen) in Pfandflaschen, aber eben nicht Krušovice Královský Pivovar (Tschechien) und Grolsch (Niederlande) wie in meiner Heimatstadt
  • ist Bio-Brot billiger
  • sind Bio-Brötchen teurer
  • ist die Lichtverschmutzung noch höher (nur fünf Sternschnuppen der Perseiden gesehen) als in Hannover
  • gibt es vom Geruch her scheinbar mehr Kiffer als in der List
Ausschnitt einer Schaufensterwerbung in Schöneberg
In der Innenstadt sah ich dann etwas, was wir nicht haben "und das ist auch gut so": Hütchenspieler und dumme Menschen, die einen lockeren Kreis um den Betrüger und seine Mitspieler bildeten. Zu Gunsten der Berliner nehme ich an, dass die neugierig Interessierten Touristen waren.
In den U-Bahnstationen gehörte ich am Samstag- und Sonntagnachmittag zu der sehr kleinen Minderheit der Deutschen. Deutschsprachige Berliner sind zu dieser Zeit scheinbar nicht mit den Bahnen unterwegs.

Samstag, Juli 13, 2013

Archiv - Kohlenmonoxidintoxikation

(Ein Beitrag aus meinem aktuellen Blog vom 11. April 2012, der hier archiviert wurde)

Der Schornsteinfeger war da und hat seine jährliche Messungen an der Gas-Therme gemacht. Er arbeitet still vor sich hin und rief mich schließlich zu sich, da er wissen wollte, ob und wie das Badezimmerfenster zu öffnen ist.
Meine Therme wurde stillgelegt. Es wurden mehr als 3.000 ppm Kohlenmonoxid gemessen. Bei der Verbrennung läuft etwas schief und entsprechend dringt reichlich CO aus der Therme in das Badezimmer, auf den Flur und die Wohnung. Seitdem sind mehrere Fenster in der Wohnung geöffnet, um durch Durchzug, das verbliebene Kohlenmonoxid zu verdünnen.
Mal sehen, wann der Notdienst den Schaden behebt. Und ich kann glücklich sein, dass die wirklich kalten Tage vorbei sind. Keine Therme, keine Heizung, keine Dusche und generell kein warmes Wasser außer durch den Elektrokocher für Tee und Kaffee.

Kohlenmonoxidintoxikation kannte ich bisher nur als eine schwache Erinnerung aus der Jugend in Brauel. In unserer Wohnung stand in jedem Zimmer ein Kohleofen und schon früh lernten wir die Regeln der richtigen Feuerung, damit kein Kohlenmonoxid in die Räume dringt.

Ich fragte den Schornsteinfeger, welche Nebenwirkung (außer Tod) denn Kohlenmonoxid hat und was so seine Erfahrungen sind. Er sagte, dass dies wie in diesem Fall sehr selten passiert und eine sofortige Stilllegung (orange-roter Warnaufkleber auf der Therme) nicht zum Alltag gehört.
Die Hauptwirkung des geruchlosen CO seien zunächst Schwindelanfälle durch die verminderte Sauerstoffaufnahme.

Das erklärt einiges und damit kann ich den Schaden auch ungefähr terminieren. Seit vier Wochen hatte ich leichte Schwindelanfälle. Zum Beispiel wenn ich von der Toilette aufstand und eigentlich generell, wenn ich mich erhob. Das hatte mich irritiert und verärgert, wurde aber von mir auf eine der häufigen Nebenwirkungen eines neu genommenen Medikaments geschoben. Das würde schon irgendwann aufhören.

Es hörte dann auch mal auf, aber das lag wohl nun daran, dass während der warmen Märztage die Therme für mehrere Tage ausgestellt war. Mit den kalten Tagen seit Ende März begann wieder das Heizen und die Schwindelanfälle waren zurück. Glücklicherweise hatte ich die Therme nur stundenweise am Morgen und am Abend an.
Jetzt warte ich auf die Reparatur am nächsten Tag und friere mir den Arsch ab. Der Schornsteinfeger sagte, dass wegen der akuten Gefahr für Stunden Durchzug durch die Wohnung erreichen sollte und entsprechend sind die Fenster sperrangelweit auf und langsam nähert sich die Innentemperatur den 12-13° der Außentemperatur.
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1 Kommentar -

Blogger Nicole hat gesagt...
Oh!! Dann hoffe ich das die Therme zeitnah repariert wird. Wir haben ja auch bald ne Gastherme im Bad und einen Kaminofen in der Stube. Da bekomme ich ja Angst.
12. April 2012 20:50

Freitag, Juli 12, 2013

Archiv - Unerwünschte Prospekte und andere Werbung

(Ein Beitrag aus meinem aktuellen Blog vom 31. Januar 2012, der hier archiviert wurde)

Heute wurde ich mir mal wieder bewusst, wie viel Papiermüll innerhalb von einer Woche in den Briefkästen landet. Von den zehn Mietparteien haben bis auf drei alle an den Briefschächten neben der Haustür Aufkleber, die mit mehr oder minder starken Worten Werbung als unerwünscht bezeichnen. Dies hindert die Verteiler von Prospekten nicht daran, dennoch Werbung einzuwerfen. Diese neue Altpapier sammelt sich innen unten den Briefkästen in einer Kiste, die jede Woche in einen blauen Sack geleert wird und zum Einsammeln an die Straße gestellt wird.Heute habe ich dies mal wieder getan und ich erinnere mich genau, dass letzte Woche jemand anders die Kiste geleert hat. Innerhalb einer Woche sind trotz der restriktiven Beschriftung zwanzig Zentimeter Werbung im Format A4 angekommen, die ich in einen Müllsack versenkte. Wenn ich nur an die Mengen von Erdöl, Chemikalien und Holz denke, die benötigt wurden, um diese farbigen Druckwerke zu erstellen, verschlechtert sich meine Stimmung.

Wie kann diese überflüssige Werbung reduziert werden?

Dienstag, Oktober 23, 2012

Archiv: Information am Frühstückstisch

(Ein Blogbeitrag vom 12. März 2010)

missing person milk carton, Gewalt kommt nicht in die TüteIn den USA gibt es Beispiele dafür, dass lokal oder regional wichtige Information, die keinen Werbecharakter haben, auf einen Milchkarton gedruckt werden. Es sind dies zum Beispiel vermisste Kinder, die für einen begrenzten Zeittraum mit einem Foto auf einer Seite der Verpackung abgebildet werden.

Hier gilt der Grundsatz, wenn auch nur eine Person durch diese Methode wieder gefunden wird, hat sich der Aufwand gelohnt. Diese Idee Bilder von Personen auf den Frühstückstisch zu bringen, wurde nun auch in Großbritannien eingeführt. 
Seit wann es diese Form der Appelle von Aufmerksamkeit gibt, ließ sich nicht im Netz feststellen, da es viel zu viele Treffer gibt, bei der verknüpften Suche "missing person milk carton" und dies ein Thema für Witze und Karikaturen ist.

Aktuell habe ich eine lobenswerte Variante in der Region Hannover gesehen. Auf den Brötchen-Tüten im Osten von Hannover wird die Kampagne "GEWALT ... kommt nicht in die Tüte" betrieben. 
Hier finden sich die Telefonnummern der Frauenberatungsstelle, der Koordinierungsstelle gegen häusliche Gewalt, dem Frauenhaus Hannover und der Polizei.
Auch hier gilt der Grundsatz, wenn auch nur in einem Haushalt häusliche Gewalt durch diese Kampagne beendet wird, hat sie sich gelohnt.