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Mittwoch, Oktober 24, 2012

Archiv 201009: Herbstliches Farbenspiel

(Ein Beitrag vom 13. September 2010)

Meteorologisch ist der Sommer 2010 vorbei und auch astronomisch sind es nur noch wenige Tage bis zum Herbst. Das Laub zeigt hier in Bad Lauterberg bereits sein Farbenspiel.
Gestern sah ich an einem Baum gleichzeitig grüne und gelb-orange Blätter. Diese waren aber nicht gleichmäßig verteilt. Ein genauer Blick zeigte mir, dass alle gelb-orangen Blätter zu einem Ast und seinen Zweigen gehörten. Die Blätter der anderen Äste waren noch grün.
Das herbstliche Farbenspiel kannte ich bisher nur zwischen verschiedenen Bäumen.

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Nachtrag: Mit einigen Tagen Abstand erscheinen mir meine Worte ein klarer Beleg dafür zu sein, wie ich mich nach mehr als 25 Jahre Großstadtleben von der Natur und den Zeichen der Jahreszeiten entfremdet habe. So kam mir das Anschwellen der Lutter nach einem Regenschauer im Harz bemerkenswert vor, doch ist dies normal wie die Farbspiele, die langsam auf eine zunehmende Zahl von Laubbäumen zu beobachten sind.
(Hausberg Bad Lauterberg am 24.10.2011; Foto: JDM)

Dienstag, Oktober 23, 2012

Archiv: Bodyscanner statt Nacktscanner

(Ein Blogbeitrag vom 30. Dezmeber 2009)

Manchmal zeitigt die Kombination von Volksmund und Medien schöne Begriffe. Das Ganzkörperuntersuchungsgerät an den Flughäfen wurde entsprechend Nacktscanner getauft. Die Vorstellung am Flughafen nackend nach einer Durchleuchtung mit Röntgenstrahlen oder Terahertzstrahlung vor dem Sicherheitspersonal zu stehen führte zu einen so umfassenden Protest, dass diese Idee nach kurzer Zeit offiziell wieder verschwunden war.
Nach den glücklicherweise fehl gegangenen Sprengstoffanschlag im Anflug auf Detroit wurde diese Idee wieder ausgegraben. Aus Raider wurde Twix und aus dem Nacktscanner nun der Body- oder Körperscanner. Verantwortliche in Politik, Luftverkehr (Flughafen und Fluggesellschaften) und Wissenschaft haben sich auf diese Wortwahl geeignet. Mal sehen, ob hiermit die Ängste for einem Striptease im Flughafen unterdrückt werden. Siehe auch den Kommentar von Ralph Bollmann in der taz 30.12.2009 "Aus "Nackt-" wird "Bodyscanner". PR für schärfere Kontrollen"

Wie in einer Polemik in der taz zu lesen war, ist der einzige perfekte Schutz, wenn alle Passagiere vollständig nackend und betäubt ihren Flug in die USA antreten. Wie es satirisch hieß, hätte dies auch noch den Vorteil, dass alle erholt an ihrem Ziel in den USA ankommen und die Fluggesellschaften mehr Passagiere transportieren können, weil keine Sitze notwendig sind.
(Paul Wrusch, taz vom 29.12.2009 "Nackt oder bewusstlos! Radikalere Gesetze für Passagiere müssen her. Es geht um die Sicherheit!")

Sonntag, Oktober 07, 2012

Archiv: Fremde Sprache im Urlaub hier Finnland

(Blog-Archiv: Ein Beitrag vom 21. Juni 2006)

Zu einem perfekten Urlaub gehört auch, dass selbst unter Menschen einfach einmal die Augen geschlossen werden können und der Kopf auf Durchzug gestellt wird. Fremde Sprachen um einen herum erleichtern dies ungemein, Sprachen der finno-ugrischen Sprachfamilie sind hierfür bestens geeignet.
Auf einen Gang durch Helsinki oder Espoo geben die Texte der Plakate und Schilder oftmals keinen Hinweis darauf, worum es sich handelt. Innerhalb der indogermanischen Sprachfamilie gibt es eine so große Schnittmenge zum Deutschen und den 1-2 Fremdsprachen, die man versteht, dass die meisten Texte im Ansatz verständlich sind.
Eine richtig fremde Sprache ist erholsam für den Kopf. Alleine unter Menschen und die Neugier, die sonst hier und dort etwas aufschnappt, hat keine Chance. Ohne direkte Fragen ist wenig zu erfahren. Und wenn gar nicht erst gefragt wird, dann verbleiben nur Melodie und Rhythmus der gehörten Sprache. Im Finnischen liegt übrigens die Betonung auf der ersten Silbe.

Montag, Oktober 20, 2008

Osteuropareiseplanungen

So, es ist vollbracht!
Morgen gehen die individuellen Emails raus, um genaue Angaben über die Termine und die geplante Route bekannt zu machen.
Klingt doch gut: Hannover - Berlin - Dresden - Praha - Zilina - Poprad - Kosice - Hatvan - Szolnok - Bucuresti - Arad - Budapest - Bratislava - Praha - Berlin - Hannover.
Etwa acht Übernachtungen in vier Städten und zwei Nächte im Zug.
Und natürlich sehe ich Z+P+V in Praha, L+D in Poprad, C (und vielleicht noch andere) in Bukarest und M in Bratislava.
Ich freue mich unbändig auf die Reise und ein Wiedersehen.

Blogeintrag vom 16. Februar 2007

Reise durch Osteuropa

Anfang Januar habe ich 16 Personen, die ich über meine Arbeit kennen und schätzen gelernt habe, angeschrieben und über meine Reisepläne Richtung Tschechische Republik, Slowakische Republik, Ungarn und Rumänien informiert. Gleichzeitig bat ich um Hilfe bei der Suche nach privater Unterkunft.
Ich habe mich sehr über die neun Antworten gefreut und erhielt Einladungen nach Prag (2x), Poprad (2x), Velke Kapusany und Bukarest. Für die angestrebten Ziele Bratislava, Budapest und Sibiu gab es leider nur Informationen und Angebote über Reiseweg und die jeweiligen Städte.
Jetzt stehe ich vor der schwierigen Entscheidung, aus diesen Informationen eine tatsächliche Reiseroute zu bestimmen. Ich werde wohl Sibiu von meiner Reiseroute streichen müssen. Wenn ich an den Trubel in anderen Städten denke, die große internationale Veranstaltungen feiern, dann ist sicher, dass ich dort keine billige Unterkunft bekomme. Schade, ich möchte wirklich gerne die Kulturhauptstadt besuchen ...

Für meine Pläne hat der Satz "Der Weg ist das Ziel" die Bedeutung, dass es mir vor allem um das Reisen geht. Eindrücke von Zug- und Busfahrten auf den Wegen sammeln, lange Gespräche mit interessanten jungen EuropäerInnen und natürlich mit Neugier bisher unbekannte Städte auf langen Spaziergängen, in Museen und anderen kulturellen Einrichtungen erkunden. Meine Neugier wird mich natürlich auch vor jede Deutsche Schule führen. Ich plane etwa zwei Nächte an jedem Punkt meiner Reise ein. Das ist wahrlich nicht viel, aber für alle vier Länder ist es mein erster Besuch und der jeweilige Verlauf wird meine weitere Reisepläne in den nächsten Jahren beeinflussen.

Die Kurzreise nach Espoo – Helsinki - Tallinn im Frühjahr 2006 hat bereits Appetit auf mehr gemacht und ich hoffe mit Reisebegleitung im nächsten Jahr längere Fahrten zu diesen Zielen zu unternehmen.

Blogeintrag vom 4. Februar 2007

Slowakei-Planung

Klingt das nicht vielversprechend:
Von Prag oder Bratislava kommend nach Poprad, dann über Košice nach Velké Kapušany. Vielleicht ein Besuch in Humenné und dann zurück nach Košice und in einem Zug durch die Puszta nach Rumänien!

Blogeintrag vom 9. Januar 2007

Reise in den Osten Europas

Durch meine Arbeit habe ich viele junge Menschen aus dem östlichen Europa kennen und schätzen gelernt. Zu meiner Schande muss ich aber feststellen, dass mir viele Heimatländer der Teilnehmenden des Europa-Kollegs absolut fremd sind.
Im letzten Jahr wurde ein Teil dieser Fremde ein wenig vertrauter und die kurze Reise nach Finnland und Estland machte vor allem mehr Appetit. Mehr Appetit auf einen längeren Aufenthalt in den beiden Ländern und Appetit auf weitere europäische Länder.

Um Pfingsten und vor Heiligendamm möchte ich nun den Osten ansteuern. Diesmal mit den Bus und als kombinierte Städtetour nach Prag, Poprad, Bratislava, Budapest, Sibiu und Bukarest
in Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Rumänien.
15 Emails gingen gerade in die sechs Städte mit der großen Bitte mir eine Unterkunft zu vermitteln. Ich hoffe natürlich darauf, dass es nun familiäre Einladungen gibt wie bereits in Espoo und Tallinn oder für den August in Barcelona. Hotels und Jugendherbergen möchte ich als Unterkunft ausschließen. Ich brauche Orte, wo Menschen meines Vertrauens sind und ich mein Gepäck sorglos abstellen kann, um dann mit kleinem Rucksack, Kamera und hoffentlich den lokalen Experten die jeweilige Stadt und ihr Umland für mich zu entdecken und zu beschreiben.

So und nun bin mal gespannt, woher ich Einladungen bekomme und wohin ich nun fahre. Denn ohne Einladung werde ich die jeweilige Stadt wohl von meiner Reiseroute streichen.

Blogeintrag vom 6. Januar 2007