(Ein Beitrag aus meinem aktuellen Blog vom 12. Mai 2012, der hier archiviert wurde)
Es ist der Morgen des 12. Mai und aus gegebenen Anlass verweise ich auf meinen Beitrag zu den Eisheiligen.
Vor zwei Jahren haben ich mit den damals vorliegenden detaillierten Wetterangaben von Hannover postuliert, dass die Eisheiligen ein historisches Phänomen sind, aber keine Singularität der Gegenwart.
Wenn in den Medien über die Eisheiligen gesprochen und geschrieben wird, dann ist dies nur ein Zeugnis der Faulheit der Journalisten, die "Wissen" passend zum Kalender wieder und wieder veröffentlichen. Es könnte auch als die Macht einer urbanen Legende angesehen werden.
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Ein Kommentar
Carousel-Nature hat gesagt...
sehr interessant und informativ Dein Blog ... komme wieder herzlichst Ursa
13. Mai 2012 15:36
Ich bin umgezogen. Seit Januar 2007 lautet die Blogadresse: http://ulaya.blogspot.com/ Hier finden sich alte Beiträge von 2005-06 und hier werden Beiträge aus dem genannten, aktuellen Blog archiviert.
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Dienstag, Juli 23, 2013
Mittwoch, Oktober 24, 2012
Archiv 201009: Herbstliches Farbenspiel
(Ein Beitrag vom 13. September 2010)
Meteorologisch ist der Sommer 2010 vorbei und auch astronomisch sind es nur noch wenige Tage bis zum Herbst. Das Laub zeigt hier in Bad Lauterberg bereits sein Farbenspiel.
Gestern sah ich an einem Baum gleichzeitig grüne und gelb-orange Blätter. Diese waren aber nicht gleichmäßig verteilt. Ein genauer Blick zeigte mir, dass alle gelb-orangen Blätter zu einem Ast und seinen Zweigen gehörten. Die Blätter der anderen Äste waren noch grün.
Das herbstliche Farbenspiel kannte ich bisher nur zwischen verschiedenen Bäumen.
---
Nachtrag: Mit einigen Tagen Abstand erscheinen mir meine Worte ein klarer Beleg dafür zu sein, wie ich mich nach mehr als 25 Jahre Großstadtleben von der Natur und den Zeichen der Jahreszeiten entfremdet habe. So kam mir das Anschwellen der Lutter nach einem Regenschauer im Harz bemerkenswert vor, doch ist dies normal wie die Farbspiele, die langsam auf eine zunehmende Zahl von Laubbäumen zu beobachten sind.
Meteorologisch ist der Sommer 2010 vorbei und auch astronomisch sind es nur noch wenige Tage bis zum Herbst. Das Laub zeigt hier in Bad Lauterberg bereits sein Farbenspiel.
Gestern sah ich an einem Baum gleichzeitig grüne und gelb-orange Blätter. Diese waren aber nicht gleichmäßig verteilt. Ein genauer Blick zeigte mir, dass alle gelb-orangen Blätter zu einem Ast und seinen Zweigen gehörten. Die Blätter der anderen Äste waren noch grün.
Das herbstliche Farbenspiel kannte ich bisher nur zwischen verschiedenen Bäumen.
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Nachtrag: Mit einigen Tagen Abstand erscheinen mir meine Worte ein klarer Beleg dafür zu sein, wie ich mich nach mehr als 25 Jahre Großstadtleben von der Natur und den Zeichen der Jahreszeiten entfremdet habe. So kam mir das Anschwellen der Lutter nach einem Regenschauer im Harz bemerkenswert vor, doch ist dies normal wie die Farbspiele, die langsam auf eine zunehmende Zahl von Laubbäumen zu beobachten sind.
Donnerstag, Oktober 11, 2012
Archiv: David brachte Freude
(Ein Blogbeitrag vom 10. Februar 2008)
Das stabile Hochdruckgebiet über Deutschland hört auf den schönen Namen David und bescherte mir bereits zwei längere Aufenthalte auf dem Balkon. Wir haben erst den 10. Februar und ich konnte bereits im Sonnenschein draußen in meinem Treibhaus (20° im Schatten) Frühstücken. Dazu kam vereinzeltes Vogelzwitschern und Bob Marleys Album Exodus (1977). Freude und Genuss ließen mich die Augen schließen und tatsächlich war dann tatsächlich bereits die Kraft der Sonne zu spüren.
Die Sonne geht erst gegen 14:00 Uhr in Balkonien auf und leider bereits um 15:30 Uhr hinter dem Dachfirst der Häuser der Ferdi-Walli wieder unter. Dies ist eine kostbare Zeit und so fiel es nicht schwer, dass Frühstück hinauszuzögern.
In den Medien war bereits das Wort Vorfrühling zu hören und damit wurde eigentlich nur bewiesen, dass die Redakteure diese schöne Wort schon einmal gehört haben, aber keine Ahnung von dessen Wortbedeutung haben. Der Singularitätenkalender für Mitteleuropa verzeichnet zur Zeit den tiefen Winter. Der Vorfrühling setzt erst Anfang März ein. Die Wetterstation Göttingen terminiert den Vorfrühling nach einer Übersicht von Rüdiger Glaser: "Klimageschichte Mitteleuropas" sogar erst auf die Zeit nach dem astronomischen Frühlingsbeginn. Das ist jetzt einfach nur der angenehme Effekt eines Hochdruckgebietes mit wenig Wind.
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Das stabile Hochdruckgebiet über Deutschland hört auf den schönen Namen David und bescherte mir bereits zwei längere Aufenthalte auf dem Balkon. Wir haben erst den 10. Februar und ich konnte bereits im Sonnenschein draußen in meinem Treibhaus (20° im Schatten) Frühstücken. Dazu kam vereinzeltes Vogelzwitschern und Bob Marleys Album Exodus (1977). Freude und Genuss ließen mich die Augen schließen und tatsächlich war dann tatsächlich bereits die Kraft der Sonne zu spüren.
Die Sonne geht erst gegen 14:00 Uhr in Balkonien auf und leider bereits um 15:30 Uhr hinter dem Dachfirst der Häuser der Ferdi-Walli wieder unter. Dies ist eine kostbare Zeit und so fiel es nicht schwer, dass Frühstück hinauszuzögern.
In den Medien war bereits das Wort Vorfrühling zu hören und damit wurde eigentlich nur bewiesen, dass die Redakteure diese schöne Wort schon einmal gehört haben, aber keine Ahnung von dessen Wortbedeutung haben. Der Singularitätenkalender für Mitteleuropa verzeichnet zur Zeit den tiefen Winter. Der Vorfrühling setzt erst Anfang März ein. Die Wetterstation Göttingen terminiert den Vorfrühling nach einer Übersicht von Rüdiger Glaser: "Klimageschichte Mitteleuropas" sogar erst auf die Zeit nach dem astronomischen Frühlingsbeginn. Das ist jetzt einfach nur der angenehme Effekt eines Hochdruckgebietes mit wenig Wind.
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1 Kommentar:
Stefan Touko Richter hat gesagt…
Die erste Hälfte: Romantisch.Die zweite Hälfte: Entromantisierend.11. Februar 2008 23:47
Freitag, März 12, 2010
Archiv 200708: Starkregen in der HAB
(ARCHIV: Blogeintrag vom 23. August 2007)
Ein Wassereinbruch erfolgte am heutigen Nachmittag im Zeughaus der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. (siehe aktuellen Nachtrag am Ende)
Das Grollen von Gewitterzellen war bereits seit dem Mittag zu hören und bedrohte die Planungen für den Aufbau des heutigen Sommerfestes. In Wellen nahm die Regenintensität zu und die dunkle Wolke war schließlich über dem Bibliotheksquartier. Im Anna Vorwerk Haus wurde es mit dem nun einsetzenden Regenschauer so dunkel, dass selbst die Deckenbeleuchtung noch zu schwach war.
Das Regenwasser schoss im hohen Bogen vom hohen Dach des Zeughauses auf die befestigten Flächen um das Gebäude. Nur die Gauben kanalisierten und konzentrierten den Fluss. Dies sah zu nächst einfach interessant aus. Die Wände des Zeughauses begannen sich dunkel zu verfärben, wo der Regen die Deckfarbe überwunden hatte. Als zwei aufeinander folgende Schauer vorbei waren, hatten sich im Garten des Anna Vorwerk Hauses tiefe Pfützen gebildet und die wunderbare Improvisationskraft der Mitarbeiterinnen bereitete in hoher Geschwindigkeit die Verlegung des Sommerfestes ins Gebäude vor.
Dann kam der Katastrophenanruf. Die Drainage rund um das Zeughaus ist so mangelhaft, dass das vom Dach heruntergeschossene Wasser über die tiefer liegenden historischen Eingänge in das Zeughaus eingedrungen war. Dieser Mangel war seit langem bekannt, aber der Baubeginn für Renovierungen und Umbau wurde von den staatlichen Stellen immer wieder auf die lange Bank geschoben.
In der Mitte des zentralen Raumes stand das Wasser knöcheltief. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war das Schmutzwasser als Welle von den Eingängen und dem Fahrstuhlschacht gekommen.
Das Zeughaus umfasst im betroffenen Erdgeschoss einen wesentlichen Teil des Präsenzbestandes der Bibliothek. Aus Platzmangel sind die Regale dicht gefüllt und sogar die schwer erreichbaren untersten Regalmeter belegt.
Wie hoch die Schäden und der Verlust sind, wird erst eine Bestandsaufnahme der nächsten Tage zeigen.
Einmal mehr ein Beispiel dafür, dass die zunehmende Sparsamkeit im Bereich des kulturellen Erbes dasselbe akut gefährdet.
Starkregen ist sehr variabel. Während in einem sommerlichen Gewitterschauer bereits viel Regen fällt, kann es lokal zu so großen Regenmengen kommen, dass sowohl der Boden, als auch natürliche Vorfluter und die menschlichen Bemühungen der Rohre und Kanäle überfordert sind. Der Regen der letzten Tage hat den Boden bereits so weit gesättigt, dass sich nun das Wasser oberflächlich ansammelt und es selbst bei kleinen Höhenunterschieden zur Erosion kommt.
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Eine Woche später bin ich nun durch das Zeughaus gegangen. Es sind Spuren vom Wassereinbruch zu sehen, aber es scheint nicht zu großen Schäden gekommen zu sein. Auf dem Steinboden sind weiße Spuren zu sehen, aber bereits der leicht erhöhte Teppichboden im Bereich der hinteren Regale zeigt keinen Hinweis eines Wasserschadens. So stand also in diesem unebenen Haus an einigen Stellen das Wasser erschreckend hoch.
Dennoch bleibt die Angst, dass ein anderes Schadensereignis zu unschätzbaren Verlusten führen können. Die hier stehende frei zugängliche Fachliteratur mag nur 20 bis 100 Jahre alt sein, ist aber nicht ersetzbar.
Ein Wassereinbruch erfolgte am heutigen Nachmittag im Zeughaus der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. (siehe aktuellen Nachtrag am Ende)
Das Grollen von Gewitterzellen war bereits seit dem Mittag zu hören und bedrohte die Planungen für den Aufbau des heutigen Sommerfestes. In Wellen nahm die Regenintensität zu und die dunkle Wolke war schließlich über dem Bibliotheksquartier. Im Anna Vorwerk Haus wurde es mit dem nun einsetzenden Regenschauer so dunkel, dass selbst die Deckenbeleuchtung noch zu schwach war.
Das Regenwasser schoss im hohen Bogen vom hohen Dach des Zeughauses auf die befestigten Flächen um das Gebäude. Nur die Gauben kanalisierten und konzentrierten den Fluss. Dies sah zu nächst einfach interessant aus. Die Wände des Zeughauses begannen sich dunkel zu verfärben, wo der Regen die Deckfarbe überwunden hatte. Als zwei aufeinander folgende Schauer vorbei waren, hatten sich im Garten des Anna Vorwerk Hauses tiefe Pfützen gebildet und die wunderbare Improvisationskraft der Mitarbeiterinnen bereitete in hoher Geschwindigkeit die Verlegung des Sommerfestes ins Gebäude vor.
Dann kam der Katastrophenanruf. Die Drainage rund um das Zeughaus ist so mangelhaft, dass das vom Dach heruntergeschossene Wasser über die tiefer liegenden historischen Eingänge in das Zeughaus eingedrungen war. Dieser Mangel war seit langem bekannt, aber der Baubeginn für Renovierungen und Umbau wurde von den staatlichen Stellen immer wieder auf die lange Bank geschoben.
In der Mitte des zentralen Raumes stand das Wasser knöcheltief. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war das Schmutzwasser als Welle von den Eingängen und dem Fahrstuhlschacht gekommen.
Das Zeughaus umfasst im betroffenen Erdgeschoss einen wesentlichen Teil des Präsenzbestandes der Bibliothek. Aus Platzmangel sind die Regale dicht gefüllt und sogar die schwer erreichbaren untersten Regalmeter belegt.
Wie hoch die Schäden und der Verlust sind, wird erst eine Bestandsaufnahme der nächsten Tage zeigen.
Einmal mehr ein Beispiel dafür, dass die zunehmende Sparsamkeit im Bereich des kulturellen Erbes dasselbe akut gefährdet.
Starkregen ist sehr variabel. Während in einem sommerlichen Gewitterschauer bereits viel Regen fällt, kann es lokal zu so großen Regenmengen kommen, dass sowohl der Boden, als auch natürliche Vorfluter und die menschlichen Bemühungen der Rohre und Kanäle überfordert sind. Der Regen der letzten Tage hat den Boden bereits so weit gesättigt, dass sich nun das Wasser oberflächlich ansammelt und es selbst bei kleinen Höhenunterschieden zur Erosion kommt.
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Eine Woche später bin ich nun durch das Zeughaus gegangen. Es sind Spuren vom Wassereinbruch zu sehen, aber es scheint nicht zu großen Schäden gekommen zu sein. Auf dem Steinboden sind weiße Spuren zu sehen, aber bereits der leicht erhöhte Teppichboden im Bereich der hinteren Regale zeigt keinen Hinweis eines Wasserschadens. So stand also in diesem unebenen Haus an einigen Stellen das Wasser erschreckend hoch.
Dennoch bleibt die Angst, dass ein anderes Schadensereignis zu unschätzbaren Verlusten führen können. Die hier stehende frei zugängliche Fachliteratur mag nur 20 bis 100 Jahre alt sein, ist aber nicht ersetzbar.
Donnerstag, Februar 05, 2009
Vorfrühling in der List
11.03.07
Heute war der erste wirkliche Sonnentag in diesem Jahr und es ist sogar ein Sonntag (kommt nun am Samstag der Sams?).
Im Hinterhof hat der Goldregen bereits wieder seine Farbe verloren. Kätzchen und Knospen sind bereits auf verschiedenen Bäumen zu sehen. Meine Erdbeerpflanzen kriegen bereits frische Blätter. Die Sonne hat nun auch bereits auch wieder ihren Weg in meine nach WNW gerichteten Fenster gefunden. Meine Zimmerpflanzen werden es danken.
Die Kraft der Sonne ist damit auch wieder so groß, dass sie das Glashaus meines Balkons erwärmt. Ich saß dort heute Nachmittag bei 26° Celsius in meinem Liegestuhl und blinzelte über verschiedenen Notizen. Es gibt viele Definitionen für Glück, das ist eine von ihnen.
Heute war der erste wirkliche Sonnentag in diesem Jahr und es ist sogar ein Sonntag (kommt nun am Samstag der Sams?).
Im Hinterhof hat der Goldregen bereits wieder seine Farbe verloren. Kätzchen und Knospen sind bereits auf verschiedenen Bäumen zu sehen. Meine Erdbeerpflanzen kriegen bereits frische Blätter. Die Sonne hat nun auch bereits auch wieder ihren Weg in meine nach WNW gerichteten Fenster gefunden. Meine Zimmerpflanzen werden es danken.
Die Kraft der Sonne ist damit auch wieder so groß, dass sie das Glashaus meines Balkons erwärmt. Ich saß dort heute Nachmittag bei 26° Celsius in meinem Liegestuhl und blinzelte über verschiedenen Notizen. Es gibt viele Definitionen für Glück, das ist eine von ihnen.
Montag, Oktober 20, 2008
Sturmerinnerungen - Kyrill, na und
Hier in der Großstadt sind die elementaren Wetterereignisse selten zu spüren. Starkregen hat bisher dreimal zu Schadensereignissen in diesem Haus geführt, zweimal in der Wohnung und einmal ist mir mein Keller abgesoffen. Dort gelagerte Möbel, die ich meinem Neffen anbieten wollte, erlitten einen Totalschaden.
Letzte Woche Donnerstag blies der Sturm Kyrill über Westeuropa. Seit Dienstag wurde vor diesem Orkan gewarnt und die Katastrophenberichterstattung erreichte ungeahnte Höhen, bevor über etwas passierte. Ich habe an diesem Tag darauf verzichtet, mein Fahrrad zu benutzen, da ich bereits ungewöhnliche Erlebnisse mit Fall- und Tunnelwinden in der Nähe von Hochhäusern erlebt habe. Dennoch war ich draußen, um einiges zu besorgen und abends zu einer kleinen Geburtstagsfeier zu fahren. Die Gastgeberin hatte ernsthaft erwogen, ihre Feier abzusagen, da Schulen und einige Institutionen ab 12:00 Uhr bereits geschlossen waren und ständig die Warnung wiederholt wurde, das Haus nicht zu verlassen.
Die Wetterstation in Langenhagen hat einen Sturm mit durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten von 60-75 km/h aufgezeichnet, nur einzelne Böen erreichten Orkanstärke. Ich sah zwar am nächsten Tag auf meinen Wegen in der Nachbarschaft eine (!) zerbrochene Dachziegel, aber sonst waren nur die Werbeblätter, die sonst vor vielen Häusern liegen, völlig durchnässt irgendwo zu sehen. Erst heute bei einer Fahrt durch die Eilenriede sah ich gefallene Bäume. Die Forstwirtschaft hat bereits aufgeräumt, aber viele der Stämme mit frischen Sägespuren sind im Stamm zerrissen. Einige Male meinte ich auch Schäden im Kernholz zu sehen, so dass der Wind einmal mehr eine Auslese gehalten hat.
Doch Kyrill hat mich nicht beeindruckt. Noch während meiner Grundschulzeit bis 1973 gab es einmal einen so schweren Orkan, dass die Schule geschlossen und die Kinder nur in Begleitung von Erwachsenen nach Hause durften. Vor dem Unterricht legten wir uns Am Klostergang in Zeven in den Wind. Wir etwa 10-jährigen Leichtgewichte wurden in den Böen schon einmal von den Füßen gerissen, konnten uns aber ansonsten so weit nach vorne beugen, ohne nach vorne zu fallen, wie ich es seitdem nie wieder erlebt habe. Der damalige Sturm, der vermutlich noch keinen Namen hatte, diese Tradition ist erst später aufgekommen, führte alleine in Zeven zu einen so schweren Verzug eines Fachwerkhauses, dass dieses geräumt werden musste. Des weiteren verloren viele Dächer ihre Ziegeln, wurden einige Wände eingedrückt und im Stadtpark lagen sehr große, alte Bäume im Gras. Das hat mich beeindruckt.
Die Berichterstattung über die möglichen Gefahren hat bestimmt wieder einige Hirnlose dazu verführt, einen Katastrophentourismus zu frönen. Ich kann mich an einen Bericht im Fernsehen erinnern, wo die Feuerwehr im Oberharz sichtlich verärgert war, weil trotz Straßensperrung und permanentem Alarm einige Autofahrern besonders gefährdete Straßen befuhren. Sind Katastrophentouristen noch Opfer oder sind es Menschen, die spektakulär Selbstmord machen, um wenigstens einmal in ihrem geliebten Fischeinwickelpapier mit Foto erwähnt zu werden? Es ist tragisch, zu lesen, das Feuerwehrleute zu Tode kamen, bei der Rettung von eingeschlossenen Menschen. Ich hoffe das keiner der Eingeschlossenen einer der erwähnten Idioten war. Ich könnte nie wieder ruhig schlafen, wenn ich für Tod einer Rettungskraft verantwortlich wäre.
Blogeintrag vom 22. Januar 2007
Letzte Woche Donnerstag blies der Sturm Kyrill über Westeuropa. Seit Dienstag wurde vor diesem Orkan gewarnt und die Katastrophenberichterstattung erreichte ungeahnte Höhen, bevor über etwas passierte. Ich habe an diesem Tag darauf verzichtet, mein Fahrrad zu benutzen, da ich bereits ungewöhnliche Erlebnisse mit Fall- und Tunnelwinden in der Nähe von Hochhäusern erlebt habe. Dennoch war ich draußen, um einiges zu besorgen und abends zu einer kleinen Geburtstagsfeier zu fahren. Die Gastgeberin hatte ernsthaft erwogen, ihre Feier abzusagen, da Schulen und einige Institutionen ab 12:00 Uhr bereits geschlossen waren und ständig die Warnung wiederholt wurde, das Haus nicht zu verlassen.
Die Wetterstation in Langenhagen hat einen Sturm mit durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten von 60-75 km/h aufgezeichnet, nur einzelne Böen erreichten Orkanstärke. Ich sah zwar am nächsten Tag auf meinen Wegen in der Nachbarschaft eine (!) zerbrochene Dachziegel, aber sonst waren nur die Werbeblätter, die sonst vor vielen Häusern liegen, völlig durchnässt irgendwo zu sehen. Erst heute bei einer Fahrt durch die Eilenriede sah ich gefallene Bäume. Die Forstwirtschaft hat bereits aufgeräumt, aber viele der Stämme mit frischen Sägespuren sind im Stamm zerrissen. Einige Male meinte ich auch Schäden im Kernholz zu sehen, so dass der Wind einmal mehr eine Auslese gehalten hat.
Doch Kyrill hat mich nicht beeindruckt. Noch während meiner Grundschulzeit bis 1973 gab es einmal einen so schweren Orkan, dass die Schule geschlossen und die Kinder nur in Begleitung von Erwachsenen nach Hause durften. Vor dem Unterricht legten wir uns Am Klostergang in Zeven in den Wind. Wir etwa 10-jährigen Leichtgewichte wurden in den Böen schon einmal von den Füßen gerissen, konnten uns aber ansonsten so weit nach vorne beugen, ohne nach vorne zu fallen, wie ich es seitdem nie wieder erlebt habe. Der damalige Sturm, der vermutlich noch keinen Namen hatte, diese Tradition ist erst später aufgekommen, führte alleine in Zeven zu einen so schweren Verzug eines Fachwerkhauses, dass dieses geräumt werden musste. Des weiteren verloren viele Dächer ihre Ziegeln, wurden einige Wände eingedrückt und im Stadtpark lagen sehr große, alte Bäume im Gras. Das hat mich beeindruckt.
Die Berichterstattung über die möglichen Gefahren hat bestimmt wieder einige Hirnlose dazu verführt, einen Katastrophentourismus zu frönen. Ich kann mich an einen Bericht im Fernsehen erinnern, wo die Feuerwehr im Oberharz sichtlich verärgert war, weil trotz Straßensperrung und permanentem Alarm einige Autofahrern besonders gefährdete Straßen befuhren. Sind Katastrophentouristen noch Opfer oder sind es Menschen, die spektakulär Selbstmord machen, um wenigstens einmal in ihrem geliebten Fischeinwickelpapier mit Foto erwähnt zu werden? Es ist tragisch, zu lesen, das Feuerwehrleute zu Tode kamen, bei der Rettung von eingeschlossenen Menschen. Ich hoffe das keiner der Eingeschlossenen einer der erwähnten Idioten war. Ich könnte nie wieder ruhig schlafen, wenn ich für Tod einer Rettungskraft verantwortlich wäre.
Blogeintrag vom 22. Januar 2007
Temperaturen im Jahre 2007
[Nachtrag: Dies war meine Prognose! Die tatsächliche Entwicklung habe ich dann Anfang 2008 im neuen Blog dargestellt, siehe Das Wetter in Hannover im Jahre 2007]
Das Met Office in Exeter, der nationale Wetterdienst von Großbritannien veröffentlichte wie jedes Jahr eine Prognose zur globalen Temperatur im Jahr 2007. Es wird ein neuer Temperaturrekord vorhergesagt.
Das Wetterphänomen El Nino (ENSO) hat bereits wieder vor der Pazifikküste von Südamerika begonnen und wird mit einigen Monaten Verzögerung zu einer messbaren Erhöhung der Temperaturen führen.
Katastrophenmeldungen über Überschwemmungen nach heftigen Regenfällen in einigen Ländern und Ausfall und erheblich reduzierte Regenzeiten in anderen Ländern sind wieder zu erwarten. El Nino ist eine aperiodisches Anomalie von Luft- und Meeresströmungen, die sich alle 3 bis 8 Jahre im südlichen Pazifik zeigt und dessen Auswirkungen in den folgenden 4-12 Monaten weltweit zu messen sind.
Weltweit! Ich bin Anhänger der These, dass über verschiedene andere Prozesse (Golfstrom, u.a.) vermittelt, die Oszillation der Temperaturen auf der Nordhalbkugel auf ENSO reagiert. Die Nordatlantische Oszillation (NAO) beschreibt den Druckgegensatz zwischen Islandtief und Azorenhoch und ist unmittelbar für den Verlauf unserer Wintertemperaturen verantwortlich.
Die Abbildung zeigt die Temperaturkurve für Hannover als 3-Jahres und als 5-Jahres-Durchschnittswert. Für jedes Jahr wurden vier Durchschnittswerte dargestellt. Jeder Punkt repräsentiert den Durchschnitt von 36 bzw. 60 Monatsdurchschnittswerten. Alle Messwerte entstammen offiziellen Wetterstationen.
Zwischen den Höchst- und Tiefstpunkt einer Oszillation liegen minimal 0,5 und in der Regel etwa 1,0° Celsius. Das Wellental lag diesmal bei 9,76° C (3-Jahre) bzw. 9,82° C (5-Jahre) und damit sind nach meiner These zeitverzögert zu Südamerika auch hier neue absolute Rekordwerte zu erwarten, die noch über den bisherigen Spitzenwerten zu Beginn des Jahrtausend liegen werden.
Vergleich hierzu auch meine Ausführungen und die Abbildung zur sich wandelnden Jahresdurchschnittstemperatur, die ich im Kontext meiner Annäherung an Bjørn Lomborg und seine Ideen veröffentlicht habe.
Blogeintrag vom 9. Januar 2007
Das Met Office in Exeter, der nationale Wetterdienst von Großbritannien veröffentlichte wie jedes Jahr eine Prognose zur globalen Temperatur im Jahr 2007. Es wird ein neuer Temperaturrekord vorhergesagt.
Das Wetterphänomen El Nino (ENSO) hat bereits wieder vor der Pazifikküste von Südamerika begonnen und wird mit einigen Monaten Verzögerung zu einer messbaren Erhöhung der Temperaturen führen.
Katastrophenmeldungen über Überschwemmungen nach heftigen Regenfällen in einigen Ländern und Ausfall und erheblich reduzierte Regenzeiten in anderen Ländern sind wieder zu erwarten. El Nino ist eine aperiodisches Anomalie von Luft- und Meeresströmungen, die sich alle 3 bis 8 Jahre im südlichen Pazifik zeigt und dessen Auswirkungen in den folgenden 4-12 Monaten weltweit zu messen sind.
Weltweit! Ich bin Anhänger der These, dass über verschiedene andere Prozesse (Golfstrom, u.a.) vermittelt, die Oszillation der Temperaturen auf der Nordhalbkugel auf ENSO reagiert. Die Nordatlantische Oszillation (NAO) beschreibt den Druckgegensatz zwischen Islandtief und Azorenhoch und ist unmittelbar für den Verlauf unserer Wintertemperaturen verantwortlich.
Zwischen den Höchst- und Tiefstpunkt einer Oszillation liegen minimal 0,5 und in der Regel etwa 1,0° Celsius. Das Wellental lag diesmal bei 9,76° C (3-Jahre) bzw. 9,82° C (5-Jahre) und damit sind nach meiner These zeitverzögert zu Südamerika auch hier neue absolute Rekordwerte zu erwarten, die noch über den bisherigen Spitzenwerten zu Beginn des Jahrtausend liegen werden.
Vergleich hierzu auch meine Ausführungen und die Abbildung zur sich wandelnden Jahresdurchschnittstemperatur, die ich im Kontext meiner Annäherung an Bjørn Lomborg und seine Ideen veröffentlicht habe.
Climate is what you expect, weather is what you get
Robert A. Heinlein (1907-1988), Time Enough For Love (1973)
Blogeintrag vom 9. Januar 2007
Freitag, November 03, 2006
Temperaturen in Hannover Oktober 2006
Der Oktober 2006 war außergewöhnlich warm. In den mehr als hundert Jahren Wetteraufzeichnung wurde der Wärmerekord für den Oktober wiederholt. Es sind schon lange keine Signale mehr, sondern Bestätigungen der Klimaveränderung. Die monatliche Durchschnittstemperatur lag bei 13,5° Celsius. Dieser Rekordwert wurde auch 2001 erreicht und der Durchschnittswert liegt knapp unter 10° Celsius. Es war aber kein so genannter Goldener Oktober, denn es wurden nur durchschnittliche 101 Stunden Sonnenschein gezählt (zum Vergleich 2005: 171 Stunden) was unterhalb des Durchschnittswerts von 104 Stunden lag.

Eine Erklärung liegt im Verlauf der täglichen Höchst- und Tiefsttemperaturen. Mehrmals wurde warme, feuchte Luft aus dem Südwesten nach Hannover verlagert. Am 28. und 30. Oktober wurden zum Beispiel erst um 23 Uhr die jeweiligen Höchsttemperaturen des Tages erreicht. Und in den Nächten vom 5. auf den 6. oder vom 13. auf den 14. und besonders extrem in der Nacht vom 22. auf den 23. Oktober kam es nur zu sehr geringen Abkühlungen. Im Oktober gibt es im langjährigen Durchschnitt bereits mehrere Nächte mit Frost. In diesem Jahr betrug die tiefste Temperatur nur 3,2° am Morgen des 17. Oktober. Die höchste Temperatur wurde am 26. Oktober mit 21,5° gemessen.
- - - - - Aktuelle Darstellung - - - - -
Meine Zahlen basieren auf den Werten, die Messungen am Flughafen Hannover-Langenhagen vom Deutschen Wetterdienstes basieren.
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Siehe auch:
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Der Jahresbericht 2008 ist hier zu finden und hier geht es zu den Wetterberichten für alle Monate im Jahre 2008:
Der Jahresbericht 2009 ist hier zu finden und hier geht es zu den Wetterberichten für alle Monate im Jahre 2009:
Donnerstag, Oktober 05, 2006
Temperaturen in Hannover September 2006 und 2007
Das war ein ungewöhnlich warmer September. Dieser Satz kann mit geringen Variationen und wechselnden Monatsnamen mehrmals im Jahr verwendet werden. Ungewöhnliche Monate im Sinne von deutlichen Abweichungen von langjährigen Durchschnittswerten sind nicht mehr ungewöhnlich. Die Klimaänderung macht sich auf lokaler Ebene durch die Summe dieser Extreme bemerkbar.

Der September 2006 in Hannover verzeichnete 11 Sommertage (= 25° Celsius oder wärmer). Ich habe für 107 Jahre die Zahl der Sommertage je Monat und der Durchschnitt liegt bei weniger als 2 Sommertagen im September. Es ist der vierte September in Folge in dem mehr als doppelt so viele Sommertage verzeichnet wurden, wie durchschnittlich zu erwarten waren. Nur im September 1929 wurden mit 12 Sommertage bisher mehr als 10 Tage gezählt. Im Jahre 2006 wurden nunmehr 52 Sommertage gezählt (siehe Juli), auch hier wieder doppelt so viele wie im Durchschnitt und damit in den Klimatabellen verzeichnet.
Wegen des verregneten und damit kühlen August und dem nicht enden wollenden Winter 2005-2006 wird es aber kein Rekordjahr für Hannover werden.
Es war ein sehr angenehm Monat mit vielen warmen Tagen auf dem Balkon und sehr wenig Niederschlag.
- - - - -Nachtrag: Aktuelle Darstellung- - - - -
Siehe auch:
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Der Jahresbericht 2008 ist hier zu finden und hier geht es zu den Wetterberichten für alle Monate im Jahre 2008:
Der Jahresbericht 2009 ist hier zu finden und hier geht es zu den Wetterberichten für alle Monate im Jahre 2009:
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