Freitag, Januar 03, 2014

Archiv: Facebook in Europa 2011

(Ein Blogbeitrag vom 4. Januar 2011 mit Updates vom 13. Februar, 5. April und 3. November 2011)

Meine Faszination für das rasante weltweite Wachstum des Facebook-Netzes wird seit einigen Monaten durch die Dienste von Socialbakers (Ex Facebakers) genährt. Die dort zur Verfügung gestellten Zahlen für Europa (und für Afrika) habe ich in den Vormonaten in thematischen Karten dargestellt.
Es ist Zeit für einen erneuten Blick auf die Entwicklung der Zahl der Facebook-Konten.


Die folgende Karte zeigt die Zahl der Facebook-Konten im Verhältnis zur Einwohnerzahl.
In Norwegen und Island sind theoretisch mehr als 50% der Bevölkerung bei Facebook zu finden. Ich schreibe theoretisch, da mir selbst einige Doppelkonten einzelner Personen bekannt sind. Ansonsten gibt es in Großbritannien, Irland, Zypern, Schweden und Dänemark noch deutlich überdurchschnittlich viele Facebook-Konten. Am anderen Ende der Skala liegen Lettland, Moldawien, Belarus und die Ukraine. Auch in der Nachbarschaft (Marokko, Algerien, Russland) ist Facebook noch nicht sehr weit verbreitet. Deutschland ist weithin unterdurchschnittlich, da hier bei uns StudiVZ etwa 17 Millionen Konten/Kunden hat. Es sollte auch berücksichtigt werden, dass in der Niederlande (Hyves), Rumänien (hi5), Spanien (Tuenti) und Ungarn (iWiW) andere virtuelle soziale Netzwerke sehr erfolgreich sind.

Ich habe die von Socialbakers zur Verfügung gestellte Statistik erstmals am 3. Oktober 2010 in einer Karte dargestellt. Seitdem hat sich die Zahl der Facebook-Konten in Europa um 16,4 Millionen auf nunmehr 174,4 Millionen Konten erhöht. Dies entspricht theoretisch 262 Konten je 1.000 Einwohner.
Die zweite Karte zeigt das Wachstum in den letzten drei Monaten. Für ganz Europa gibt es ein Wachstum von 10 Prozent. Luxemburg hat als einziges Land ein Prozent weniger Facebook-Konten als vor drei Monaten. Länder mit sehr vielen Facebook-Konten stagnieren und haben scheinbar ein Sättigungsgrenze erreicht. Umgekehrt ist die größte Zunahme in den Ländern, die bisher relativ wenige Konten haben. Deutschland hat absolut den größten Zuwachs mit 2,8 Millionen neuen Konten. Dies entspricht einer Zunahme von 25 Prozent. Doch zum Vergleich sei darauf verweisen, dass in den neben Europa liegenden Russland sich in diesen drei Monaten die Zahl der Facebook-Konten mehr als verdoppelt hat.

Update vom 13. Februar 2011
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Seit dem Beginn des Jahres ist Facebook in Europa um weitere 5,8 Millionen Konten gewachsen. Davon stammen 1,7 Millionen Konten aus der Türkei und 1,2 Millionen aus Deutschland. Die Zahl der britischen Konten sank dagegen um 900.000. Doch ist eine Abnahme von einem sehr hohen Niveau (460 Konten je 1.000 Einwohner; dagegen Deutschland 184 Konten je 1.000 Einwohner). Die Karte zeigt nur wenige Änderungen: Portugal, die Slowakei, Zypern, Lettland, Montenegro und Tunesien sind eine Farbstufe höher gestiegen. Die Kleinstterritorien (Guernsey, Jersey, Aland, Vatikan) wurden neu bewertet und verloren damit mehr als 90% ihrer gemeldeten Konten.

Update vom 5. April 2011
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In den letzten zwei Monaten gab es einige Änderungen. Deutschland, Tschechien, Ungarn, Dänemark, Österreich und Kroatien, um nur die Staaten mit mehr als einer Million Facebook-Konten zu nennen, sind jeweils eine Kategorie aufgestiegen. Wie auch in den vorherigen Darstellungen und Ausführungen ist eine Sättigung bei den skandinavischen Staaten festzustellen.

Dies dokumentiert auch die zweite Abbildung, welche den Zuwachs an neuen Facebookkonten zwischen dem 3. Januar und 5. April zeigt.
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Für ganz Europa gab es einen Zuwachs um 21,75 Millionen Konten auf nunmehr fast 200 Millionen. Der größte Zuwachs erfolgt weiterhin im Osten, doch nun bereits auf relativ hohen Niveau. In Rumänien wuchs die Zahl der Konten um 41%, entsprechend 900.000 auf nunmehr 3,1 Millionen. Doch der absolut größte Zuwachs findet in Deutschland statt. Mehr als 4 Millionen neue Facebookkonten wurden hier gezählt. Island ist der einzige Staat, der weniger Mitglieder hat. Doch die Facebookquote liegt dort weiterhin bei mehr als 600 Konten je 1.000 Einwohner. Ein Wert den sonst nur noch Zypern erreicht.

In der Peripherie zeigt Russland eine Abschwächung in seinem Wachstum und hat erst 31 Konten je 1.000 Einwohner. Die Presse behauptet, dass die Protestbewegung in den arabischen Ländern, also auch in Nordafrika, stark von der Kommunikation via Facebook beeinflusst ist (siehe hierzu auch meinen Beitrag Facebook in Afrika 2011). Die drei dargestellten Länder zeigten ein Wachstum von knapp 30 bis 40%. Im nicht dargestellten Libyen sank die Zahl der Konten um 72%, was sich vermutlich aus einer Kombination des Krieges im Osten und der Unterdrückung und Kontrolle in den von Gaddafi kontrollierten Westen zusammensetzt.
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Update vom 3. November 2011
Das Facebook-Netzwerk wächst weiter, aber in Europa nur noch langsam. Es scheint in vielen Ländern eine Sättigung erreicht zu sein. Am 3. Novemberi gab es 214 Millionen Facebookkonten mit einer europäischen Kennung. Die meisten Konten gab es in der Türkei und Großbritannien (mehr als 30 Millionen) sowie in Frankreich, Deutschland und Italien (20-23 Millionen).
Dies ist seit Jahresbeginn ein Zuwachs von 39,7 Millionen oder 23 Prozent.
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Dargestellt ist die Facebook-Quote, also die Zahl der Konten in einem Land je 1.000 Einwohner. Eine Sättigung ist in den skandinavischen Ländern und Großbritannien festzustellen. Von den Ländern mit einer großen Bevölkerung sind nur Deutschland, Rumänien und Polen unter der Quote von 321 Konten je 1.000 Einwohner. Diese Länder haben entsprechend noch ein großes Wachstumspotential.
Die genannten Länder haben seit Jahresbeginn einen Wachstum der Zahl der Facebook-Konten von mehr als 44 Prozent  erlebt. Ein Wachstums wie es sonst nur in Osteuropa und in Nordafrika zu beobachten ist.

In absoluten Zahlen ist der Zuwachs seit Jahresbeginn vor allem in Deutschland (plus 7,7 Millionen) und der Türkei (plus 6,3 Millionen), sowie Spanien (plus 3,2 Millionen), Italien (2,8 Millionen) und Frankreich (2,7 Millionen) bemerkenswert.

Archiv: Facebook in Europa 2010

(Ein Blogbeitrag vom 3. Oktober 2010 mit einem Update vom 25. November 2010)

Vor zweieinhalb Jahren habe ich mal versucht den Wachstum von Facebook in Europa darzustellen. Dazu hatte ich auf der Facebookseite die regionalen Daten ausgelesen. Diese Möglichkeit wurde dann von Facebook gesperrt und damit war das kleine Projekt beendet.
www.socialbakers.com zeigt nun eine wöchentliche Statistik der über 200 Internetterritorien (212 so genannte "countries", inklusive Gibraltar, Guernsey, Grönland und andere regionale Einheiten mit eigener ccTLD-Kennung).
Ich habe die europäischen Daten verwendet und in einer Karte dargestellt.
Seit 2008 hat sich viel verändert. Es gibt weiterhin weiße Flächen, die mit autokratischen Strukturen (Belarus, Russland, Marokko, Algerien) oder konkurrierenden sozialen Netzen (Rumänien) erklärten werden können. Doch die Zahl der weißen Flächen, die 2008 noch ganz Osteuropa, Italien und Portugal umfasste, ist wesentlich kleiner. In Europa (ohne Russland) gibt es durchschnittlich 237 Facebook-Nutzer je 1.000 Einwohner.
Die relativ geringe Anzahl von Facebook-Nutzern in Deutschland und der Niederlande hat etwas mit den vielen anderen Netzwerken zu tun. Der Klon StudiVZ ist in Deutschland erheblich erfolgreicher als Facebook.
Die höchsten relativen Werte finden sich in Skandinavien und den britischen Inseln. Seit 2008 haben sich die absoluten Zahlen der Facebook-Nutzer verzehnfacht, doch die Länder mit der höchsten Quote sind gleich geblieben.
Update 25.11.2010
Das Facebook-Netzwerk expandiert weiterhin mit großer Geschwindigkeit. Socialbakers hat seit Anfang Oktober 2010 14 Millionen neue Facebook-Mitglieder für Europa ausgewiesen (+8,9%). Einen besonders großen relativen Zuwachs verzeichnen die "weißen" Staaten. Russland hat einen Zuwachs von 84%, aber auch in Belarus (+72%), Ukraine (+63%) und Rumänien (+23%) wächst das Facebook. In Deutschland gab es in dem Zeitraum mehr als 2 Millionen neue Facebook-Konten (+20%), aber das Land ist weiterhin weit vom Durchschnittswert für Europa entfernt. Das Wachstum in Polen, der Niederlande und in Ungarn führte diese Länder in eine farblich andere Gruppe.
Einige Staaten scheinen einen relativen Sättigungsgrad erreicht zu haben. Für Norwegen, Großbritannien, Frankreich und Türkei gibt es nur geringe (positive) Veränderungen bei der Zahl der Facebook-Nutzer.

Archiv: Facebook in Europa 2008

(Ein Blogbeitrag vom 11. Mai 2008) 

Facebook begann im Februar 2004 als eine Idee an der Harvard University und hat nun weltweit mehr als 70 Millionen aktive Nutzer und ist damit nach MySpace der zweitgrößte Service. Als virtuelles so genanntes soziales Netzwerk sind die Mehrzahl der Mitglieder in den USA, Canada und Großbritannien zu finden.

Als Statistik-Fan fragte ich mich bereits kurz nach meinen Beitritt im Herbst des letzten Jahres, wo in Europa dieses Netzwerk stark ist.
Jedes Mitglied kann sich einem regionalen Netzwerk zuordnen. Dies muss nicht das Netzwerk sein, wo die Person lebt. Mein Netzwerk ist zum Beispiel nicht Germany. Aber dennoch gaben diese Zahlen der verschiedenen Netzwerke einen ungefähren Überblick über die Verbreitung von Facebook in Europa.

In den europäischen Netzwerken sind 15.441.640 Mitglieder verzeichnet (Stand 11. Mai 2008)

Die TopFive für Europa sind
  • 1. Großbritannien 6.674.662
  • 2. Türkei 1.876.290
  • 3. Frankreich 1.376.275
  • 4. Schweden 853.447
  • 5. Norwegen 556.088
Mit den beiden skandinavischen Ländern sind auch zwei relativ kleine Staaten dabei. Wenn die Zahl der Facebook-Mitglieder in Relation zur Einwohnerzahl der Staaten gesetzt wird, dann ergibt sich das folgenden Bild:
In ganz Europa sind 24 von jeweils 1.000 Einwohnern bei Facebook. Das einige Länder deutlich von diesem Durchschnitt abweichen, hat natürlich etwas mit den regionalen Präferenzen zu tun. Hi5 ist zum Beispiel das bevorzugte virtuelle Netz in Portugal und Rumänien und hier Deutschland ist es StudiVZ und seine Klone.In Großbritannien und Norwegen sind mehr als 10 Prozent Bevölkerung alleine bei Facebook registriert.

Was mich von Anfang an faszinierte, war, dass das Netzwerk von Facebook mit phänomenaler Geschwindigkeit wächst. Im Oktober 2007 habe erstmals die Mitgliederzahl aller regionalen Gruppen in Europa notiert. Heute habe ich ein Update vorgenommen.

Für ganz Europa gab es in diesen sieben Monaten ein Wachstum von 150 Prozent. Bemerkenswert ist nicht, dass vier aus der oben genannten TopFive einen geringeren Wachstum als der Gesamtdurchschnitt hat, sondern, dass die Mitgliedszahl in Frankreich um mehr als 500 Prozent gewachsen ist. Der überdurchschnittliche Wachstum in Deutschland (+248%) hängt wahrscheinlich mit der Kritik an StudiVZ zusammen.

Noch ist der Datenschutz bei Facebook besser als bei StudiVZ. Doch leider musste ich nun bei Heise online lesen, dass Microsoft versucht, wirtschaftlichen Einfluss zu gewinnen. Dies endete bis stets damit, dass ein Unternehmen von dem Moloch aus Redmond geschluckt wurde.

Archiv: Facebook Spielzeug

(Ein Blogbeitrag vom 2. November 2007)

Ich bin nun seit fünf Wochen bei Facebook eingetragen und weiterhin bin ich ein Entdecker der netten kleinen Spielereien, die hier geboten werden. Bisher gibt es die Seiten nur auf english. Das ist kein Problem, aber der US-Ursprung hat auch Auswirkungen auf die eigenen Eintragungen. Unsere Umlaute führen stets zur Umsetzung in unleserliche Codes. Wenn ich mal eben eine Notiz schreibe, denke ich schließlich nicht immer daran, dass jedes äöüß ausgeschrieben werden muss.
Jedes Mitglied von Facebook wird aufgefordert sich einem regionalen Netzwerk und verschiedenen Gruppen anzuschließen. In den USA gibt es eine feine Gliederung, für Großbritannien sind es immer noch etwa 20 regionale Untergruppen, aber für Frankreich (350.000), Schweden (410.000), Norwegen (620.000), Deutschland (180.000) gibt es jeweils nur die nationale Zuordnung. Habe bereits einen Vorschlag an Facebook geschickt, dass zumindest die 16 Bundesländer als regionale Einheiten eingefügt werden. Dies ist übrigens auch der Grund, dass ich kein Mitglied der regionalen Gruppe Germany bin.

Facebook scheint eine wild wuchernde Internetpflanze zu sein. Programmierer stellen immer wieder neue Features zur Verfügung. Dies sind zum Teil kommerzielle Anbieter wie Flixter und die verschiedenen geographischen Darstellungsmöglichkeiten.
Flixter Movies ist die Plattform für Filme. Hier gibt es nicht nur die üblichen, werbenden Hinweise, sondern auch Filmkritiken und Notizen von den anderen Nutzern. OK, dies sind oftmals Fan bestimmter Filme, SchauspielerInnen oder RegisseurInnen und entsprechend überwiegen die guten oder sogar sehr guten Bewertungen. Filmen können bis zu fünf Sterne vergeben und eine Kurzkritik eingefügt werden.
Es gibt u.a. ein Sample von fünfzig Filmen, dass entweder mit Sternen bewertet oder mit dem Zusatz „möchte ich sehen“/„möchte ich nicht sehen“ versehen werden soll. Diese Filme werden dann mit den Bewertungen der Freunde, die auch diese Bewertung vorgenommen haben, verglichen. Die Auswertungssoftware ist ein wenig schräg. Meine Einschätzungen „möchte ich nicht sehen“ für viele Teenie- und Horror-Filme führte zu einer hohen Übereinstimmung mit Bewertungen von 1-2 Sternen von Facebook-Freunden. Ich habe schon viel Zeit totgeschlagen mit dem Trivia The Never-Ending Movie Quiz.
Interessant fand ich auch die beiden graphischen Darstellungen, auf denen zum einen die bereisten Länder und die kommenden Reiseziele (Where I`ve Been) eingetragen werden konnte, als auch die viel detaillierte Darstellung aller Orte, die bisher besucht wurden (Citis I`ve Visited). Bei letzterem ist nur irritierend, welche Orte eingetragen werden können und welche nicht. In Norddeutschland sind es viele der Kreisstädte, aber zum Teil auch irgendwelche unbedeutenden Orte. Gleichzeitig fehlen dann wiederum viele größere Orte (z.B. Zeven). Und London ist einfach Greater London, obwohl die Software eine Vergrößerung bis zum Stadtplan erlaubt.

Und immer wieder kommen neue Features auf, wie aktuell Entourage, dass als ein Bild, jeweils das Selbstdarstellungsbild eines jeden Freundes zeigt. Das sieht dann schon beeindruckend aus, wenn jemand wie Martin mehr als 100 dieser kleinen Bilder bisher eingesammelt hat.

Archiv: Facebook Einwurf

(Ein Blogbeitrag vom 22. Oktober 2007)  

Vier E-Mails später mit langen Erklärungen, warum ich auf den Seiten von so vielen verschiedenen Netzwerken innerhalb Facebooks war, kam heute morgen die E-Mail, dass mein Konto wieder freigeschaltet ist. Natürlich gleich mit einer Warnung versehen. Wenn ein Computerprogramm noch einmal einen "Missbrauch" feststellen würde und es zu einer Sperrung kommen würde, dann wäre dies endgültig.
Da ich gesperrt war, sind auch keine Nachrichten für mich eingegangen. Habe aber mit Freude gesehen, dass die Gruppe "Europa-Kolleg an der HAB" nun bereits 21 Ehemalige umfasst, davon
  • 2 vom EK03
  • 5 vom EK04
  • 4 vom EK05
  • 3 vom EK06 (haben eine Gruppe im StudiVZ)
  • 7 vom EK07 (gleichzeitig eigene Gruppe im Facebook).

Archiv: Facebook Statistiken

(Ein Blogbeitrag vom 18. Oktober 2007)

Meine Bemühungen hinter dem phänomenalen Wachstum des Facebook-Netzwerkes zu schauen, wurde von deren Sicherheitssoftware als feindlicher Angriff gewertet und mein Konto wurde gesperrt („Your account has been disabled by an administrator“).

Meine Bitte mich wieder zuzulassen wurde ignoriert. Meine Erklärung, dass meine Suche nach Statistiken vermutlich zu meiner Sperrung geführt hat, führte dazu, dass ich auf die offiziellen Statistiken verwiesen wurde.

Ich vergleiche hier einmal die offiziellen Statistiken mit meinen Ergebnissen. Facebook hat weltweit 47 Millionen aktive User. Die Topten der Länder ist demnach U.S.A. 2. Canada (6 Mio.), 3. Großbritannien (5 Mio.), 4. Australien, 5. Norwegen, 6. Südafrika, 7. Schweden, 8. Ägypten, 9. Indien und Mexiko.
Mich interessierte ausschließlich Europa, also die Nr. 3, 5 und 7 der Welt. In den 18 ausgewiesen Regionen Großbritanniens finden sich aktuell (alle Zahlen vom 16.10.2007) 3,452 Millionen. Die anderen Nutzer finden sind in Netzwerken von Schulen, Universitäten und Arbeitgebern. Die größte regionale Einheit ist natürlich London mit aktuell 1,453 Millionen Registrierungen. Nur Großbritannien ist bisher in regionale Netzwerke aufgeteilt, für alle anderen Länder Europa ist die Region gleich das Land. Wenn nur die Zahlen der regionalen Netzwerke beachtet werden, dann ist Schweden mit 529.000 zwischenzeitlich an Norwegen (391.000) vorbei gezogen. Es folgen Frankreich (257.000), Deutschland (136.000) und Finnland (117.000).

In Europa wuchs das Facebook-Netzwerk in der Woche vom 9. bis zum 16. Oktober täglich durchschnittlich um mehr als 60.000 neue Registrierungen in den nationalen Netzwerken. Innerhalb dieser beobachteten Woche wuchs die Zahl der regionalen Nutzer in London um 71.000 und in Schweden in um 63.000.

Seit Januar 2007 wächst das weltweite Netz um durchschnittlich 3 Prozent je Woche. In Europa wurde dieser Wert von vielen Ländern deutlich überschritten. Für ganz Europa gab es einen Wachstum von 7,7%.
Einige Länder waren deutlich über diesen Wert: Finnland (32,4%), Dänemark (21,0%), Griechenland (20,2%), Frankreich (19,2%), Slowenien (18,5,%), Kroatien (17,4,%), Belgien (16,7%), Island (15,9%), Serbien (15,8,%), Mazedonien (15,6%), Litauen (15,2%) und Slowakei (15,0). Es scheint dies vor allen eine nachholende Entwicklung zu sein, denn von den großen Netzwerken hat Schweden einem Wachstum von 13,5%, Deutschland 13,1%, London 5,1% und Norwegen nur 3,0%.

Interessant war dann noch die Angabe, „The fastest growing demographic is those 25 years old and older“ und ich zähle auch zu dieser Gruppe. Das deutsche StudiVZ hat mich von der Idee nie überzeugt. Facebook spricht auch Erwachsene wie mich an.
Nur mein Statistikinteresse führte zu meinen Ausschluss von Facebook. Werde mich wohl ein zweites Mal mit einen anderen Namen und einer anderen E-Mail registrieren.
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1 Kommentar:

Martin hat gesagt…
    Die Idee ist doch, dass man dort mit seinem richtigen Namen erscheint? Was natürlich eine einmalige Chance wäre, dich ganz luxuriös mit Doppel-ü einzuschreiben ;) Als weltumspannendes Netzwerk muss Facebook natürlich auch Unicode-kompatibel sein und somit sind komische Buchstaben da kein Problem. Ansonsten – es wundert mich, dass sie dich nicht wieder zulassen, denn du hast ja wirklich nichts verbrochen und Facebook lebt doch von seinen Nutzern (besonders denen, die offenbar so aktiv sind). Merkwürdig.
    Terkkuja Suomesta,    M    19. Oktober 2007 00:10

Archiv: Facebook Rauswurf

(Ein Blogbeitrag vom 17. Oktober 2007)

Facebook.com hat soeben mein Konto gekündigt, da ein Computerprogramm festgestellt hat, dass ich die Angebote dieses sozialen Netzwerkes angeblich missbrauche. So stand es wenigstens in der "automatic message" (" Your account has been disabled for persistent misuse of the site.").

Was war geschehen?


Das ich der Faszination von Statistiken gerne und zeitaufwendig erliege, sollte bekannt sein. Als ich vor 2-3 Wochen mich bei Facebook anmeldete, gab ich ohne Nachdenken als Netzwerk "Germany" an. In den folgenden Tagen sah ich, wie dieses Netzwerk sichtbar expandiert. Ich war so etwa der 95.000 im Netzwerk Germany und wenige Tage später wurde schon der 100.000 hier verzeichnet. Das deutete auf ein jährliches Wachstum von mehreren Hundert Prozent hin.
Vor einer Woche kam ich auf die Schnapsidee, doch einmal alle europäischen Netzwerke zu besuchen, die Zahl zu notieren und eine Woche später wieder vorbeizuschauen und zu sehen, ob und wie diese regionalen Netzwerke expandierten.
Ein expandierendes Netzwerk verhält sich ähnlich wie ein expandierender Virus. Es gibt Zentren von denen eine Ausbreitung erfolgt. Dieses Interesse stammt aus meiner Forschung im Bereich der Epidemiologie. Ich habe hier nicht nur im Bereich der Influenza geforscht (und umfangreiche Datenbanken angelegt und analysiert), sondern seit etwa Ende der 1980-er Jahre die Ausbreitung des HI-Virus in den monatlichen Statistiken der WHO verfolgt.
Und das war der Missbrauch: Die schnelle Abfrage diverser Netzwerke über mehrere Tage. Ich hatte etwa 300 Netzwerke notiert (Länder, Regionen in Großbritannien und die jeweils großen Universitäten in den Ländern), die ich nun überprüfte. Ich hatte fast alle notierten Adressen bereits besucht, da wurde ich aus dem System geworfen.
Gleichzeitig ging eine automatische Email mit einer Warnung an meinen Absender (habe die aber nicht zu diesen Zeitpunkt gelesen). Ich meldete mich wieder an und mache weiter in meiner Statistikübung. diesmal wurde ich bereits nach wenigen Anfragen wieder rausgeschmissen und nun konnte ich mich auch nicht mehr anmelden.

Die obige E-Mail war in dreifacher Ausfertigung in meinem digitalen Postfach. Ich habe facebook.com sogleich geschrieben, dass dies ein Missverständnis sein muss und darum gebeten, doch wieder einen Zugang zu erhalten.

Mal sehen, ob ich weiter machen darf (nicht mit der Statistik, aber mit meiner Suche nach Ehemaligen des Europa-Kollegs; habe bereits 23 Personen im Facebook als Freunde und weitere drei gefunden und angeschrieben).

Tja, seitdem gab es zwei nicht automatische E-Mails von Facebook-Mitarbeiter, die mir nur einen Hinweis auf die offiziellen Statistiken geben, mein Zugang bleibt gesperrt. Schade, ich war immer noch am Entdecken der Möglichkeiten in diesem sozialen/digitalen Spiel und Informationsnetz.