Die alltägliche Ekstase im Kontext der Fußball-WM ist heute Thema der taz nord. Das Team von Trinidad und Tobago hat seinen Trainingsstandort in meiner Geburtsstadt Rotenburg/Wümme und Anja Philipp-Kindler protokolliert die ersten zwei Wochen.Es ist nicht nur für Gäste aus Trinidad und Tobago, die Autorin übernimmt leider die unschöne Verniedlichung „Trinis“ (brrrrr), und Fußballfans aus ROW eine tägliche Party mit regelmäßigen Kontakten zu den Spielern, sondern auch für die Verwaltung eine Herausforderung. Besonders wenn Staatspräsident George Maxwell Richards ohne Vorankündigung plötzlich in der Stadt erscheint und kein diplomatisches Protokoll vorbereitet ist.
Das Statistische Amt der EU hat am 18. Mai eine Neuberechnung des regionalen Prokopfeinkommens vorgelegt (Pressemitteilung 63/2006).Statistisch wird die EU25 seit 2003 in 254 relativ vergleichbare Regionen eingeteilt. Kleine Staaten wie Estland, Luxemburg oder Slowenien bestehen nur aus einer Einheit, während Deutschland (41), Frankreich (26) oder Großbritannien (37) aus vielen Regionen bestehen.Das durchschnittliche Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner betrug in der EU25 im Jahre 2003 €21.741. Innenhalb der EU gibt es erhebliche Unterschiede im Lebensstandards wie jeder Mensch auf Reisen erleben kann. 1 Euro oder sein nationales Äquivalent kann sehr viel wert sein oder eben nicht. Um dies auszugleichen wird das BIP deshalb in Kaufkraftstandards (KKS) umgerechnet. Das BIP in Hochpreisländern wie Dänemark, Irland Finnland, Schweden wird damit zu einen niedrigeren KKS umgerechnet und in den Niedrigpreisländern wie Lettland, Litauen, Polen, Slowakei ist das KKS deutlich höher als das BIP.Die folgenden Zahlen veranschaulichen diese statistische Angleichung
| Land |
BIP |
% vom Mittel |
KKS |
% vom Mittel |
| Luxemburg | €57.075 | 262 | €50.844 | 234 |
| Irland | €34.852 | 160 | €29.161 | 134 |
| Dänemark | €35.184 | 162 | €26.315 | 121 |
| Schweden | €30.090 | 138 | €25.193 | 116 |
| Finnland | €27.995 | 129 | €24.538 | 113 |
| Slowakei | €5.433 | 25 | €11.298 | 52 |
| Polen | €5.011 | 23 | €10.215 | 47 |
| Litauen | €4.760 | 22 | €9.846 | 45 |
| Lettland | €4.291 | 20 | €8.882 | 41 |
| EU25 |
€21.741 | 100 | €21.741 | 100 |
Es gibt verschiedene Definitionen von Armut und Reichtum. Mir sagt die simple Definition zu, dass Armut bei einer Verfügbarkeit von weniger als 50 Prozent des durchschnittlichen Einkommens beginnt und Reichtum bei mehr als 200 Prozent des Durchschnitts.
Wenn diese Kriterien auf das KKS der 254 statistischen Regionen der EU angewandt wird, dann sind die folgenden östlichen Regionen arm: Estland (48% vom Durchschnitt), Lettland (41), Litauen (45), Dél Dunántúl/HU (43), Észak Magyaroszág/HU (38), Észak Alföld/HU (39), Dél Alföld/HU (40), Lódzkie/PL (43), Malopolskie/PL (40), Lubelskie/PL (33), Podkarpackie/PL (33), Swietokrzyskie/PL (37), Podlaskie/PL (36), Wielkopolskie/PL (49), Zachnodniopomorski/PL (45), Lubuskie/PL (41), Dolnoslaskie/PL (48), Opolskie/PL (37), Kujasko-Pomorskie/PL (42), Warminsko-Mazurskie/PL (37), Pomorskie/PL (46), Západné Slovensko (49), Stredne Slovensko (43), Východné Slovensko (39). Reiche Regionen im Westen sind Inner London (278), Luxemburg (234) Bruxelles (238).
Wenn stattdessen das BIP je Einwohner als Kriterium verwendet würde, dann wären die Armutsregionen zwar weiter gestreut, aber weiterhin im Osten: Tschechien ohne die Region Prag, Estland, Lettland, Litauen, Ungarn ohne Budapest, Malta, Polen, Slowakei ohne Bratislava. Aus dem Westen kommt nur die Region Norte in Portugal zu dieser Liste hinzu. Die reichen Regionen würde neben den drei bisher genannten auch noch Hamburg umfassen.
Dies ist ein grundsätzliches Problem der EU-Erweiterung. Noch nie sind so viele Staaten gleichzeitig der EU beigetreten, die weit vom durchschnittlichen Lebensstandard entfernt sind. Die Eile der EU bei der Erweiterung kann ich mir nur mit anti-europäischen Haltungen verschiedener Regierungen (vor allem UK!) erklären. Die EU25 (demnächst EU27) ist praktisch gelähmt und kann sich nach innen nicht weiter entwickeln. Die unwilligen Nationalstaaten brauchen keine weiteren Befugnisse abtreten.
As a local fan for the Water Polo Team SpVg Laatzen I attend 5-7 times a year the home games. Twice I experienced the frustration that a scheduled game started earlier that announced. So what, you might say. Riding on my big for 30 minutes in the rain or cold wind just to see only the last two quarters of a game is not my definition of fun.Today was the last game of the season 2005-06 and I was not there. From the experience of my frustrations As a precaution I started to phone up a good friend who is a member of the team before cycling to a game. This morning I did not manage to get him on the line, instead I talked to his wife who confirmed the game.In a good mood I cycled half an hour before the game to the open air swimming pool. Usually you can hear the sound from the pool from a distance. It was silent. When I could see the water, I saw two people swimming and no drifting goals. The swimming pool attendant gave the shortest possible answer on my question concerning the water polo game: SLZ (SportLeistungsZentrum = the indoor swimming pool at the Olympic training centre some 25 minutes away). Grrr. Fu...ing organisers! I am really pi..ed! Man bin ich immer noch wütend!Even if I had tried a hard ride to the other pool I would have missed again the first two quarters of the game.
4 Mückenstiche3 Unterhosen2 Kaffeebecher1 ScotchViele Notizen aus Espoo, Tallinn, Helsinki und Tuonilahti liegen vor mir. Es ist noch nicht abzusehen, wie viel Zeit ich finden werde, diese in lesbare Stücke zu verwandeln.
Heute abend war die nachträgliche Geburtstagsfeier für unsere ghanaische Besucherin, die vor etwa 10 Tagen ihr 29. Lebensjahr vollendete. Es war vor allem eine große Tafel mit einer Auswahl westafrikanischer Spezialitäten. Fufu, Yam, Kelawele, Jollof-Reis, Groundnut Soup, Garden Egg Soup, zwei Sorten von Stew und dies alles mit den geschätzten Gewürzen, darunter auch der höllisch heiße afrikanische Pfeffer. Es waren viele Gäste geladen, aber vermutlich hatte die Fußballweltmeisterschaft einen Einfluss auf die Zahl, da einige ohne große Begründung nicht kamen. Wir Blafonyo (=Weiße) waren aber in der Minderheit und am Tisch wurde Twi, Ga, Englisch und auch Deutsch gesprochen. Es war köstlich und selbst jetzt –mehr als drei Stunden später- spannt sich mein Bauch, was natürlich auch mit der großen Menge Öl und den verschiedenen Hülsenfrüchten zu tun hat.
Drei der Gäste waren auch als Musiker geladen, die aber wider Erwarten keine eigenen Instrumente mitgebracht hatten. Die Gastgeberin hatte noch eine ghanaische Trommel und diverse Schlagstöcke und so wurde nach der Mahlzeit auf dem Flur die Trommel neu gespannt. Die Musik war so la la.
Begeisternd war die Freude des Geburtstagskindes, dass viele Jahre in der einer Tanzformation viele Tänze gelernt und praktiziert hat. Es war die aus Ghana bekannte Kommunikation zwischen Tanzenden und Trommel. Die Beobachtenden bleiben genau dies. Tanzbewegungen gehen in die Richtung der Trommel und der Trommler reagiert unmittelbar auf die Tanzende, um kurze Tanzsolo zu begleiten. Ich möchte es ja mal so klar sagen: Beim afrikanischen Tanz wackelt der Hintern und somit ist die Rückenansicht der Tanzenden nicht die schlechteste.Leider war die Performance nicht sehr gut, was ja schon in den fehlenden Instrumenten begründet war. Ohne Glocke, Kpanlogo und anderen Trommel fehlt sehr viel, um einen treibenden Rhythmus zu erzeugen.
Dennoch gilt: satt und glücklich mit vielen kleinen Gesprächen ging es wieder eine Etage höher in meine Wohnung.
Nach einem türkischen Imbiss machten wir gestern noch einen späten Spaziergang. Ich hatte bewusst die Podbi angesteuert, da ich mich erinnerte, dass heute einmal wieder Skate-by-Night ist. Als wir das Bahlsen-Gebäude verließen, waren auch schon einige Läufer zu sehen. Wir standen zunächst und schauten und staunten. Ich sah dies auch erst zum zweiten Mal. Viele Skater hatten leuchtende oder sogar blinkende Rollen und einige hatten sich zusätzlich noch Akkulampen, wie sie für Radfahrer verkauft werden an ihre Kleidung oder an ihren Rucksack gehängt. Es fiel auf, dass nur wenige Schutzkleidung trugen.
Im Sommer werden jeden zweiten Mittwoch zentralen Straßen kurzfristig gesperrt, damit Inline-Skater auf einen Rundkurs in etwa zwei Stunden 15 Kilometer rollen können. Skate-by-Night gibt es seit 2001 in Hannover und es nehmen jeweils mehrere tausend Skater an einer Fahrt teil.
Da standen wir an der Podbi, wussten nicht wie lange schon Gruppen und Einzelne hier vorbeizischten (viele hatten eine sehr hohe Geschwindigkeit) und sahen kein Ende. Es waren trotz des widrigen Wetters – es regnete mal nicht, aber die 10-12 Grad waren bei dem kräftigen Wind unangenehm – bestimmte wieder viele Tausend. Alle zwei drei Minuten kam ein Läufer mit einem als Rucksack designten Sound-System und bot den musikalischen Hintergrund. Doch sehr plötzlich war es vorbei. Eine große Gruppe von Ordner rollte über die ganze Straßenbreite gefolgt von Polizei mit Blaulicht und dem so genannten Besenwagen der UESTRA, der für erschöpfte Skater zur Verfügung steht.
Ich bin begeistert! Ein Beispiel für eine sportliche, kostenlose Bürgerbewegung, welche die Stadt für sich erobert hat.