Die Programmankündigung verwies auf stilistisch auf Lounge und einer indischen Variante vom Blues, beschreibt damit aber zum Teil die Musik die Susheela Raman mit ihren beiden Mitmusikern auf die Bühne brachte. Sie wurde begleitet zum einen von einem Gitarren-Virtuosen, der drei unterschiedlich gestimmte akustische Gitarren und deren Klangverfremdung durch Sequenzer und Loops verwendete und zum anderen von einen Tabla-Spieler, der wie sie in London als Kind südindischer Eltern geboren wurde.
Susheela Raman hat eine kräftige Stimme und ihre Biographie verweist auf musikalische Erfahrungen in Indien, Äthiopien und London. Es wurde Weltmusik im besten Sinne gespielt. Das Konzert begann für viele Besucher des sehr gut gefüllten Pavillons ungewöhnlich. Sie sang traditionelle indische Lieder und der Gitarrist begleitete sie mit Loops und seinem Gitarrenspiel, die zeitweilig wie eine klassische E-Gitarre klang.
Es dauerte eine Weile, bis ich erkannte, dass hier Loops aufgebaut wurden, wie ich sie glücklicherweise vor zehn Jahren in der Queen Elizabeth Hall auf der Southbank von London erlebte. Damals frickelte der legendäre Robert Fripp (King Crimson 1969-74) an seiner E-Gitarre und benötigte noch diverse große Computer, Oszillographen und andere Geräte um sich herum, um die Ergebnisse zu sehen, zu hören und zeitversetzt abzuspielen. Ich fand es damals besonders lustig, dass Fripp nach etwa zwei, drei Minuten alle Loops eingespielt hatte, die in Wiederholung langsam ausklangen und er wenn seine Loops noch im vollen Klang waren, hinter den Computer hervortrat und erst einmal sich ein Kaffee holte oder eine Zigarette rauchte bis nach mehreren Minuten die Loops ausklangen.
Dagegen war bei dem Konzert von Susheela Raman der Sieg der Mikroelektronik zu bewundern. Die Leiste mit den verschiedenen Schaltern auf Fusshöhe und Geräte groß wie Schachteln reichten aus um komplexe Loops aufzuzeichnen und in gewünschter Wiederholungsrate und –form abzuspielen.
Die Kleidung vieler Menschen verwies auf Aufenthalte oder Reisen auf dem indischen Subkontinent. Einige erwarteten scheinbar mehr traditionelle Musik und es waren in den ruhigen Passagen und zwischen einigen Stücken deutliche Lästereien über den Gitarristen zu hören. Das Publikum begrüßte den Tabla-Spieler frenetisch. Vermutlich wurde jetzt mehr Tradition erwartet. Denkste; es blieb bei der sparsamen Instrumentierung, die oftmals vom Wechselspiel zwischen Susheela Ramans Stimme und den Gitarrenelementen lebte.
Ihre Stücke kamen wechselweise aus indischen Traditionen, darunter auch Tempellieder und traditioneller westlicher Musik oder Klassikern der Moderne. So wurden unter anderen Jimi Hendrix (Voodoo Child), Captain Beefheart und Can (You Doo Right) sehr frei interpretiert.
Es war dies ein nettes Konzert; nichts Aufregendes, aber eine gelungene Abendunterhaltung.
Ich bin umgezogen. Seit Januar 2007 lautet die Blogadresse: http://ulaya.blogspot.com/ Hier finden sich alte Beiträge von 2005-06 und hier werden Beiträge aus dem genannten, aktuellen Blog archiviert.
Sonntag, Mai 07, 2006
Konzert: Transjoik aus Sápmi
Der Musikstil Joik der Sámi wurde in den frühen 90-er Jahren von Mari Boine Persen einem größeren Publikum bekannt gemacht. Während sie die traditionelle Form mit alten Instrumenten für ein internationales Publikum modernisierte, gehen Transjoik den Weg der Moderne und des Experiments, sprich der Avantgarde. Vier Musiker etwa zwischen 30-45 Jahren spielten mit Keyboard, Gitarre und zwei Schlagzeugen laute und dennoch hypnotische Musik.
Die Moderne wird deutlich, wenn die einzelnen Instrumentalisten genauer beschrieben werden. Der Keyboarder hatte zwei Tastaturen, davon eine, die er sich wie eine Gitarre umhängte und die durch digitales Gizmo wechselnd wie ein Keyboard, eine Gitarre oder ein Akkordeon gespielt wurde. Über beide Tastaturen wurden Samples gestartet. Der Gitarrist spielt neben einer „normalen“ E-Gitarre die sparsamste Form eines Saiteninstruments, die ich bisher gesehen habe. An einem Ständer war der bespannte Hals eines mehrsaitigen Instrumenten fixiert. Es gab weder einen Klangkörper, noch eine eigentlich Spielfläche auf der Höhe eines Schalloches, denn das Instrument bestand nur aus dem Hals. Auf diesen Gerät wurden zu Beginn und während eines Stückes Loops eingespielt, die dann als ein Hintergrund zu den anderen Instrumenten liefen. Als Percussion stand hier noch ein Instrument, dass scheinbar nach dem Prinzip eines Echolots funktionierte. Wenn der Gitarrist seine Hand über den Gerät hielt, konnte er mit der Höhe und Bewegung seiner Hand unterschiedlichen Töne und Klänge erzeugen. Hinzu kam bei beiden elektronischen Instrumentalisten, diverse andere nicht einsehbare digitale Geräte.
Alleine die beiden Schlagzeugen erschienen normal für eine Band, wenn auch das eine Set noch eine liegende übergroße Basstrommel und das andere Set eine Vielzahl von Becken und Glocken umfasste.
Doch das wichtigste Instrument beim Joik ist die Stimme. Der Gitarrist hatte eine kehlige Stimme, deren er in so weite Tiefen drücken konnte, wie dies manchmal bei den ersten Worten nach einer rauchgeschwängerten Nacht möglich erscheint. Der Keyboarder wiederum hatte eine sehr helle Stimme, die bis zur Fistelstimme gesteigert werden konnte. Einer der Schlagzeuger hatte noch eine mittlere Stimmlage. Die Gesänge erschienen repetitiv und unterstützten die scheinbare Monotonie einiger Rhythmen.
Melodisch war manchmal der gemeinsame Ursprung mit der Musik von Mari Boine Persen zu hören, aber die Samples und insbesonderee ein langes Stück erinnerten auch an die Sufi-Musik aus Pakistan. In einem Zwischentext wurde diese Ähnlichkeit auch erklärt. Transjoik ist in Pakistan gewesen und hat dort mit lokalen Musikern gemeinsam Konzerte gegeben.
Die laute Musik von Transjoik strotzt vor Energie auch wenn sie kein Tanzbedürfnis erzeugten. Es ist Live-Musik, die vermutlich auf Tonträger nicht diese Wirkung zeigt. Der Applaus wurde nach jedem Stück lauter und intensiver. Wir etwa 150 Besucher dieses Masala-Konzertes erklatschten uns zumindest eine Zugabe.
Dies war ein Konzert zum Erinnern, so eine Performance habe ich schon lange nicht mehr erlebt.
Die Moderne wird deutlich, wenn die einzelnen Instrumentalisten genauer beschrieben werden. Der Keyboarder hatte zwei Tastaturen, davon eine, die er sich wie eine Gitarre umhängte und die durch digitales Gizmo wechselnd wie ein Keyboard, eine Gitarre oder ein Akkordeon gespielt wurde. Über beide Tastaturen wurden Samples gestartet. Der Gitarrist spielt neben einer „normalen“ E-Gitarre die sparsamste Form eines Saiteninstruments, die ich bisher gesehen habe. An einem Ständer war der bespannte Hals eines mehrsaitigen Instrumenten fixiert. Es gab weder einen Klangkörper, noch eine eigentlich Spielfläche auf der Höhe eines Schalloches, denn das Instrument bestand nur aus dem Hals. Auf diesen Gerät wurden zu Beginn und während eines Stückes Loops eingespielt, die dann als ein Hintergrund zu den anderen Instrumenten liefen. Als Percussion stand hier noch ein Instrument, dass scheinbar nach dem Prinzip eines Echolots funktionierte. Wenn der Gitarrist seine Hand über den Gerät hielt, konnte er mit der Höhe und Bewegung seiner Hand unterschiedlichen Töne und Klänge erzeugen. Hinzu kam bei beiden elektronischen Instrumentalisten, diverse andere nicht einsehbare digitale Geräte.
Alleine die beiden Schlagzeugen erschienen normal für eine Band, wenn auch das eine Set noch eine liegende übergroße Basstrommel und das andere Set eine Vielzahl von Becken und Glocken umfasste.
Doch das wichtigste Instrument beim Joik ist die Stimme. Der Gitarrist hatte eine kehlige Stimme, deren er in so weite Tiefen drücken konnte, wie dies manchmal bei den ersten Worten nach einer rauchgeschwängerten Nacht möglich erscheint. Der Keyboarder wiederum hatte eine sehr helle Stimme, die bis zur Fistelstimme gesteigert werden konnte. Einer der Schlagzeuger hatte noch eine mittlere Stimmlage. Die Gesänge erschienen repetitiv und unterstützten die scheinbare Monotonie einiger Rhythmen.
Melodisch war manchmal der gemeinsame Ursprung mit der Musik von Mari Boine Persen zu hören, aber die Samples und insbesonderee ein langes Stück erinnerten auch an die Sufi-Musik aus Pakistan. In einem Zwischentext wurde diese Ähnlichkeit auch erklärt. Transjoik ist in Pakistan gewesen und hat dort mit lokalen Musikern gemeinsam Konzerte gegeben.
Die laute Musik von Transjoik strotzt vor Energie auch wenn sie kein Tanzbedürfnis erzeugten. Es ist Live-Musik, die vermutlich auf Tonträger nicht diese Wirkung zeigt. Der Applaus wurde nach jedem Stück lauter und intensiver. Wir etwa 150 Besucher dieses Masala-Konzertes erklatschten uns zumindest eine Zugabe.
Dies war ein Konzert zum Erinnern, so eine Performance habe ich schon lange nicht mehr erlebt.
Konzert: Sui Vesan aus der Slowakei
Suí Vesan wurde von den Veranstaltern Christoph Sure und Gerd Kespohl als slowakische Mystikerin vorgestellt. Eine zunächst befremdliche Ansage vor einem Konzert.
Dann traten Suí Vesan und ihr Partner Rado Špička barfuß und in weiter Kleidung auf die Bühne und platzierten sich in einer Sammlung von Instrumenten. Noch vor dem ersten Stück führte Vesan das Publikum in ihre Lebenswelt ein. Sie erzählte auf slowakisch und ihr Partner übersetzte in ein Broken English. Sie sprach von ihrem Haus am Rande eines Dorfes und dem Bach, der dort rauschend vorbeifliesst. Diese Idylle mit den Geräuschen der Natur sind Grundlage ihrer Melodien und das allgemeine Naturerlebnis führt zu ihrer mystischen Weltsicht.
Merging With the Brook ist nicht nur Titel ihrer aktuellen CD, sondern zeigte den leider nicht zahlreichen Publikum das besondere an ihrer Musik. Eine Stimme, die mit Tonlagen spielt und vom Erzählen und Singen auf slowakisch unvermittelt in Lautmalereien wechselt. Hierzu spielte sie ihre Gitarre ungewohnt durch anschlagen der Saiten mit einem Plektrum mehrere Stege über dem Schallloch. Dies erfolgte mit einer Rhythmus, der an Blues erinnert. Rado Špička spielte hierzu Rhythmusgitarre, wie er überhaupt während des ganzen Konzerts sich stets als Begleitmusiker zurückhielt und dies bereits in der Sitzordnung auf Sui Vesan orientiert, dem Publikum nur die Seite zeigend, offensichtlich war.
Die spielende Stimme erreichte große Höhen und dann unerwartete Tiefen. Statt Harmonie wurden Gegensätze und Brüche ausgespielt. Und dann gab es in einem Stück ein überraschendes Gesangserlebnis. Während noch der volle Klang eines tiefen Gesangsteil erklang, war ein leichte hohe Stimme darüber zu hören. War ich Zeuge von Obertonmusik, der ich bisher wegen der Esoterik im Umfeld bewusst aus dem Weg gehe.
Die Zwischentexte wurden humorvoll von Rado Špička übersetzt. Suí Vesan erzählte ernsthaft aber mit positiver Ausstrahlung von ihren Liedern und ihren Ursprung in ihrer mystischen Weltsicht. Rado Špička hatte manchmal Probleme die richtigen englischen Worte zu finden und erzeugte unfreiwillige Komik, über die er selber lachen musste. Ein kurzes Märchen wurde so erzählt, dass zunächst die Pointe nicht deutlich wurde.
Die Geschichte des Stückes Breeze in the Flute erzählt von der Brise, die erschöpft ist und nie Ruhe findet bis eine Flöte sie einlädt, in ihren Körper zu verweilen. Dies geschehe aber nur unter der Bedingung, dass die Brise beim Verlassen von ihren Einblicken in die Seele der Flötistin erzählt.
Die Poesie dieser Geschichte konnte zunächst nicht vermittelt werden und führte zu einem nicht vorgesehenen Auflachen des Publikum.
Im Stück Running Through the Hollow Tree gab es einen Wettlauf der Musiker. Rado Špička spielte Perkussion als eine Antwort auf Elemente von Sui Vesan wurde dabei aber schneller. Suí Vesan spielte darauf das Leitmotiv auch schneller und die folgende Antwort wurde wieder schneller von Rado Špička gegeben. Das Stück endete mit dem Ausruf Puuh und einem Lachen. Auf der CD klingt das Stück entsprechend anders.
Dieses Lied ist ein Beispiel für die Kreativität von Suí Vesan. Eine Trommel zwischen den Beinen geklemmt, schlug sie mit einem Bündel Gräser auf einer leeren kleinen Plastikflasche und einer zu einem Viertel gefüllten großen Plastikflasche verschiedene Rhythmen. Die Vielzahl von Tönen, die mit diesen Objekten zu Rhythmen aufgebaut wurden, war erstaunlich. Beide Musiker hatten für solche Elemente spezielle Mikrophone, die diese leisen Töne über-deutlich aufnahmen, um sie dann laut wiederzugeben.
Im Solostück Circulation verwendete Suí Vesan nur einen trockenen Grashalm und eine trockene Distelblüte, um diesen wie mit einem Plektrum Gitarre zu spielen.
Die Melodien, die sie sang, hatten oftmals sowohl diese hypnotische Qualität, wie sie vom seligen Nusrat Fateh Ali Khan aus Pakistan in Erinnerung sind, als auch die Leichtigkeit , wie sie in den modernisierten Volksliedern der Sámi von Mari Boine Persen aus Sápmi 1989 eingespielt wurden (REALWORLD CD13).
Es war ein lustiges Konzert, alleine weil Suí Vesan und Rado Špička ständig ihre Spielfreude zeigten und durch Augenrollen und Aufblitzen oder ein helles Auflachen speziell Suí Vesan die Verspieltheit mancher Lieder vermittelte.
Noch eine Bemerkung zur Mystik von Suí Vesan. So wie ich die Zwischentexte verstanden habe handelt es sich dabei nicht um Animismus oder eine andere Form von spiritualisierter Natur, wie sie die durchgeknallten Esoteriker lieben. Es ist dies das Erkennen der Gesamtheit und Schönheit der Natur, die auf einsamen Spaziergängen oder in einer stillen Sternnacht erlebt werden kann.
- - - - -
Nachtrag August 2007:
Es freut mich ungemein, wenn ein Text verlinkt wird: Suimusic
Dann traten Suí Vesan und ihr Partner Rado Špička barfuß und in weiter Kleidung auf die Bühne und platzierten sich in einer Sammlung von Instrumenten. Noch vor dem ersten Stück führte Vesan das Publikum in ihre Lebenswelt ein. Sie erzählte auf slowakisch und ihr Partner übersetzte in ein Broken English. Sie sprach von ihrem Haus am Rande eines Dorfes und dem Bach, der dort rauschend vorbeifliesst. Diese Idylle mit den Geräuschen der Natur sind Grundlage ihrer Melodien und das allgemeine Naturerlebnis führt zu ihrer mystischen Weltsicht.
Merging With the Brook ist nicht nur Titel ihrer aktuellen CD, sondern zeigte den leider nicht zahlreichen Publikum das besondere an ihrer Musik. Eine Stimme, die mit Tonlagen spielt und vom Erzählen und Singen auf slowakisch unvermittelt in Lautmalereien wechselt. Hierzu spielte sie ihre Gitarre ungewohnt durch anschlagen der Saiten mit einem Plektrum mehrere Stege über dem Schallloch. Dies erfolgte mit einer Rhythmus, der an Blues erinnert. Rado Špička spielte hierzu Rhythmusgitarre, wie er überhaupt während des ganzen Konzerts sich stets als Begleitmusiker zurückhielt und dies bereits in der Sitzordnung auf Sui Vesan orientiert, dem Publikum nur die Seite zeigend, offensichtlich war.
Die spielende Stimme erreichte große Höhen und dann unerwartete Tiefen. Statt Harmonie wurden Gegensätze und Brüche ausgespielt. Und dann gab es in einem Stück ein überraschendes Gesangserlebnis. Während noch der volle Klang eines tiefen Gesangsteil erklang, war ein leichte hohe Stimme darüber zu hören. War ich Zeuge von Obertonmusik, der ich bisher wegen der Esoterik im Umfeld bewusst aus dem Weg gehe.
Die Zwischentexte wurden humorvoll von Rado Špička übersetzt. Suí Vesan erzählte ernsthaft aber mit positiver Ausstrahlung von ihren Liedern und ihren Ursprung in ihrer mystischen Weltsicht. Rado Špička hatte manchmal Probleme die richtigen englischen Worte zu finden und erzeugte unfreiwillige Komik, über die er selber lachen musste. Ein kurzes Märchen wurde so erzählt, dass zunächst die Pointe nicht deutlich wurde.
Die Geschichte des Stückes Breeze in the Flute erzählt von der Brise, die erschöpft ist und nie Ruhe findet bis eine Flöte sie einlädt, in ihren Körper zu verweilen. Dies geschehe aber nur unter der Bedingung, dass die Brise beim Verlassen von ihren Einblicken in die Seele der Flötistin erzählt.
Die Poesie dieser Geschichte konnte zunächst nicht vermittelt werden und führte zu einem nicht vorgesehenen Auflachen des Publikum.
Im Stück Running Through the Hollow Tree gab es einen Wettlauf der Musiker. Rado Špička spielte Perkussion als eine Antwort auf Elemente von Sui Vesan wurde dabei aber schneller. Suí Vesan spielte darauf das Leitmotiv auch schneller und die folgende Antwort wurde wieder schneller von Rado Špička gegeben. Das Stück endete mit dem Ausruf Puuh und einem Lachen. Auf der CD klingt das Stück entsprechend anders.
Dieses Lied ist ein Beispiel für die Kreativität von Suí Vesan. Eine Trommel zwischen den Beinen geklemmt, schlug sie mit einem Bündel Gräser auf einer leeren kleinen Plastikflasche und einer zu einem Viertel gefüllten großen Plastikflasche verschiedene Rhythmen. Die Vielzahl von Tönen, die mit diesen Objekten zu Rhythmen aufgebaut wurden, war erstaunlich. Beide Musiker hatten für solche Elemente spezielle Mikrophone, die diese leisen Töne über-deutlich aufnahmen, um sie dann laut wiederzugeben.
Im Solostück Circulation verwendete Suí Vesan nur einen trockenen Grashalm und eine trockene Distelblüte, um diesen wie mit einem Plektrum Gitarre zu spielen.
Die Melodien, die sie sang, hatten oftmals sowohl diese hypnotische Qualität, wie sie vom seligen Nusrat Fateh Ali Khan aus Pakistan in Erinnerung sind, als auch die Leichtigkeit , wie sie in den modernisierten Volksliedern der Sámi von Mari Boine Persen aus Sápmi 1989 eingespielt wurden (REALWORLD CD13).
Es war ein lustiges Konzert, alleine weil Suí Vesan und Rado Špička ständig ihre Spielfreude zeigten und durch Augenrollen und Aufblitzen oder ein helles Auflachen speziell Suí Vesan die Verspieltheit mancher Lieder vermittelte.
Noch eine Bemerkung zur Mystik von Suí Vesan. So wie ich die Zwischentexte verstanden habe handelt es sich dabei nicht um Animismus oder eine andere Form von spiritualisierter Natur, wie sie die durchgeknallten Esoteriker lieben. Es ist dies das Erkennen der Gesamtheit und Schönheit der Natur, die auf einsamen Spaziergängen oder in einer stillen Sternnacht erlebt werden kann.
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Nachtrag August 2007:
Es freut mich ungemein, wenn ein Text verlinkt wird: Suimusic
Freitag, Mai 05, 2006
Finnland – Wir kommen
Martin und Olga haben Vorschläge und Hinweise für unsere anstehende Kurzreise nach Helsinki und Tallinn gemacht. Wunderbar und vielen Dank, die Vorfreude steigt weiter an.
Ob nun Tampere, Nokia* oder das Saimaa-Seengebiet, alle erwähnten Lokalitäten sind mir fremd und wollen besucht werden. Die Reise wird vermutlich zum Vorgeschmack einer langen Urlaubsfahrt werden.
-----------
* Huhn und Ei-Frage. Wurde der Ort nach der Firma oder die Firma nach den Ort benannt?
Zwei weitere Beispiele fallen mir ein:
-Kawasaki ist bedeutend älter als das dort hergestellte Motorrad.
-Dum Dum war (?) ein Produkt, dass einen Ort nördlich von Calcutta und seine Munitionsproduktion bekannt machte.
Ob nun Tampere, Nokia* oder das Saimaa-Seengebiet, alle erwähnten Lokalitäten sind mir fremd und wollen besucht werden. Die Reise wird vermutlich zum Vorgeschmack einer langen Urlaubsfahrt werden.
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* Huhn und Ei-Frage. Wurde der Ort nach der Firma oder die Firma nach den Ort benannt?
Zwei weitere Beispiele fallen mir ein:
-Kawasaki ist bedeutend älter als das dort hergestellte Motorrad.
-Dum Dum war (?) ein Produkt, dass einen Ort nördlich von Calcutta und seine Munitionsproduktion bekannt machte.
taz – Wiglaf Droste über Nutzer moderner Zweiräder
Der große Spötter vor dem Herrn hat sich in seiner wöchentlichen Kolumne auf der Seite die wahrheit nun einmal den sich modern gebenden Pedaleuren gewidmet und spricht mir aus der Seele. Das fängt bereits mit deren Äußeren an
Die Pelle des Bikers aber ist plastikhaft; in der Sportabteilung eines Kaufhauses oder in einem Biker-Spezial-Shop kauft er den Hochpreisramsch zusammenund endet mit dieser Lachnummer der sinnlosen Kopfbedeckung
Seinen Murmelkopf, den er ebenfalls im Fachhandel erwarb, schützt der Biker mit einem Helm. Warum? Es ist nichts darin, das beschädigt werden könnte. Wozu also der Helm? Möchte der Biker der Welt zeigen, wie wenig Vertrauen in seine motorischen Fähigkeiten er hat? Oder ist es wegen des Krieges gegen sich selbst, den der Biker verbissen führt? Das weiß der Biker nicht, er weiß nur, dass er seinem Bike niemals eine Klingel oder ein Licht gönnen würde, denn die wiegen ein paar Gramm und kosten also wertvolle Hundertstel.Für mich fällt der Schwachsinn dieses Outfits und die Aufrüstung eines Fahrrads zum Bike in die Kategorie Professionalisierung der Freizeit. Als ich vor einigen Jahren an einer mehrtägigen Segeltour von Kiel nach Enkhuizen, musste ich im Vorfeld neue Gummistiefel besorgen. In den Läden konnte ich wählen, zwischen kinderbunten Ramsch, dem gelben oder grauen Original und verschiedenen Spezialstiefeln für Wassersportler. Ich fasste mich an Kopf und musste leider danach tief ins Portemonnaie greifen.
(Wiglaf Droste, der biker, die bockwurst im zarten saitling, taz 5. Mai 2006)
Mittwoch, Mai 03, 2006
Table-Quiz im Café K - Mai '68
Es war mal wieder Table-Quiz im Café K. Unser Team war durch Abwesenheit Richtung Emsland und den USA reduziert, doch wir zwei wollten trotzdem unseren Spaß haben.
Die in der Werbung angekündigte Fragekategorie hieß Mai 68 und wir tauschten bereits vorm Beginn unser neues Wissen von Wikipedia und anderen Quellen aus. Wir sind indirekt Kinder von 1968, aber viele Strukturen und Aktionen der studentischen Zeitenwende waren mir vor dem Stöbern in der Geschichte nicht geläufig. Unser Team nannte sich in Anspielung auf dem Hit von Mai 1968 Delilah. Dieses Lied von Tom Jones war drei Monate inklusive dem Mai auf Platz Nr. 1. in Deutschland.
Für die Mischung der Fragen hat Ralf zwischenzeitlich eine sichere Hand. So wurden Details aus Hannover (Rote-Punkt-Aktion), Berlin (Kommune 1, Dutschke), Frankreich (Pompidou) und Vietnam (Tet-Offensive) gefragt. Da wir uns vorbereitet hatten, waren 8 Punkte und in der Zwischenwertung der gemeinsame 1. Platz mit einem weiteren Team nicht ungewöhnlich.
Die zweite Kategorie der Famous Last Words fragte natürlich nach dem Ursprung von Mehr Licht, Nimmermehr und Amen. Alleine vier Fragen widmeten sich Schlusssätzen von US-Filmen. Das Erkennen eines Zitats wie Nobody is Perfect oder Ich glaube dies ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft war Anlass zu angenehmen Gesprächen und bei den benachbarten Teams. Solche guten Filme haben schließlich mehr als die nachgefragte Szene und sind mit Erinnerungen angefüllt. Wieder 8 Punkte und weiterhin auf 1.
Die zweite wie auch die dritte Kategorie Helden unserer Kindheit werden hoffentlich noch einmal in ähnlicher Form auftauchen. Die Fragen nach Büchern, Comics, TV-Serien und Spielfilmen der 60-er und 70-er Jahre klangen nie schwer, doch überblickten wir nur ein kleines Zeitfenster. Ein 5-10 jüngerer Mitspieler hätte unsere Lücken verringert. So wurden es nur 6,5 Punkte. Da die meisten Teams vom Alter her auch homogen waren, konnte nur ein Team heftig punkten und wir verblieben mit einen anderen Team auf 1.
Zur vierten Kategorie kam noch eine Mitspielerin dazu. Das reichte leider nicht, denn die bunten Fragen aus Tratsch, Sport und Randnotizen der Ereignisse der letzten Wochen werden genauso schnell vergessen, wie sie von den Medien verbreitet werden. Fluxus und Garotte waren noch bekannt, aber sonst reichte es nur zu mageren 5 Punkten und damit waren wir auf den Prosecco-Rang zurückgefallen. Nur ein Punkt trennte uns von den beiden Spitzenteams, die ein Stechen um die Freikarten für Desimo machen mussten.
Wir blieben noch länger, ich sogar noch sehr lange und so kam es noch zum Gespräch mit Ralf und später mit dem Quizmaster Peter Düker. Ralf verstand nicht, warum wir uns über eine falsch beantwortete Frage ärgerten und vermutete, dass wir wohl nur glücklich sind, wenn wir gewinnen. Merkwürdige Bemerkung. Ist dies nicht die Motivation bei fast allen Spielen? Auch wenn wir schließlich auf Platz 6, 7 oder 8 sind, haben wir unseren Spaß, weil wir uns über die Fragen, Antworten und Peter amüsieren.
Erscheinen wir wirklich so verbissen, wie ein anderer stetiger Teilnehmer des Table-Quiz? Dieser Gegenspieler - nennen wir ihn mal G. - landete diesmal auf Platz 2 und ärgerte sich massiv. Der Mann hat ein peinliches Sozialverhalten für sein Alter. Wie ein kleiner Junge erschien er an unseren Tisch und sagte etwas wie “Ätsch, mein Team hat mehr gewusst als ihr”. Der wunderte sich vielleicht auch noch, als es Applaus gab, als er das Stechen verlor.
- - - - -
Eine Link-Liste zu allen Beiträgen zum Table-Quiz im Café K in umgekehrt chronologischer Reihenfolge:
Die in der Werbung angekündigte Fragekategorie hieß Mai 68 und wir tauschten bereits vorm Beginn unser neues Wissen von Wikipedia und anderen Quellen aus. Wir sind indirekt Kinder von 1968, aber viele Strukturen und Aktionen der studentischen Zeitenwende waren mir vor dem Stöbern in der Geschichte nicht geläufig. Unser Team nannte sich in Anspielung auf dem Hit von Mai 1968 Delilah. Dieses Lied von Tom Jones war drei Monate inklusive dem Mai auf Platz Nr. 1. in Deutschland.
Für die Mischung der Fragen hat Ralf zwischenzeitlich eine sichere Hand. So wurden Details aus Hannover (Rote-Punkt-Aktion), Berlin (Kommune 1, Dutschke), Frankreich (Pompidou) und Vietnam (Tet-Offensive) gefragt. Da wir uns vorbereitet hatten, waren 8 Punkte und in der Zwischenwertung der gemeinsame 1. Platz mit einem weiteren Team nicht ungewöhnlich.
Die zweite Kategorie der Famous Last Words fragte natürlich nach dem Ursprung von Mehr Licht, Nimmermehr und Amen. Alleine vier Fragen widmeten sich Schlusssätzen von US-Filmen. Das Erkennen eines Zitats wie Nobody is Perfect oder Ich glaube dies ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft war Anlass zu angenehmen Gesprächen und bei den benachbarten Teams. Solche guten Filme haben schließlich mehr als die nachgefragte Szene und sind mit Erinnerungen angefüllt. Wieder 8 Punkte und weiterhin auf 1.
Die zweite wie auch die dritte Kategorie Helden unserer Kindheit werden hoffentlich noch einmal in ähnlicher Form auftauchen. Die Fragen nach Büchern, Comics, TV-Serien und Spielfilmen der 60-er und 70-er Jahre klangen nie schwer, doch überblickten wir nur ein kleines Zeitfenster. Ein 5-10 jüngerer Mitspieler hätte unsere Lücken verringert. So wurden es nur 6,5 Punkte. Da die meisten Teams vom Alter her auch homogen waren, konnte nur ein Team heftig punkten und wir verblieben mit einen anderen Team auf 1.
Zur vierten Kategorie kam noch eine Mitspielerin dazu. Das reichte leider nicht, denn die bunten Fragen aus Tratsch, Sport und Randnotizen der Ereignisse der letzten Wochen werden genauso schnell vergessen, wie sie von den Medien verbreitet werden. Fluxus und Garotte waren noch bekannt, aber sonst reichte es nur zu mageren 5 Punkten und damit waren wir auf den Prosecco-Rang zurückgefallen. Nur ein Punkt trennte uns von den beiden Spitzenteams, die ein Stechen um die Freikarten für Desimo machen mussten.
Wir blieben noch länger, ich sogar noch sehr lange und so kam es noch zum Gespräch mit Ralf und später mit dem Quizmaster Peter Düker. Ralf verstand nicht, warum wir uns über eine falsch beantwortete Frage ärgerten und vermutete, dass wir wohl nur glücklich sind, wenn wir gewinnen. Merkwürdige Bemerkung. Ist dies nicht die Motivation bei fast allen Spielen? Auch wenn wir schließlich auf Platz 6, 7 oder 8 sind, haben wir unseren Spaß, weil wir uns über die Fragen, Antworten und Peter amüsieren.
Erscheinen wir wirklich so verbissen, wie ein anderer stetiger Teilnehmer des Table-Quiz? Dieser Gegenspieler - nennen wir ihn mal G. - landete diesmal auf Platz 2 und ärgerte sich massiv. Der Mann hat ein peinliches Sozialverhalten für sein Alter. Wie ein kleiner Junge erschien er an unseren Tisch und sagte etwas wie “Ätsch, mein Team hat mehr gewusst als ihr”. Der wunderte sich vielleicht auch noch, als es Applaus gab, als er das Stechen verlor.
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Eine Link-Liste zu allen Beiträgen zum Table-Quiz im Café K in umgekehrt chronologischer Reihenfolge:
- 50 Jahre Bundesliga 19.12.2012
- Berühmte Hannoveraner und RTL zu Besuch im Café K 21.11.2010
- Famous Last Words 26.09.2010
- Frühling 26.03.2009
- Quentin Tarantino 08.02.2009
- Schöne Schuhe! 25.01.2009
- Geld 22.04.2008
- Augsburger Puppenkiste 07.04.2008
- Sherlock Holmes 27.02.2008
- Hannover Spezialitäten 11.02.2008
- Leckere Weihnachtsgans 04.12.2007
- Hannoverannerinnen 21.11.2007
- Musikinstrumente 21.10.2007
- Horror und Grusel 23.09.2007
- Swing 20.05.2007
- Radfahrer 07.05.2007
- 1990-er Jahre 23.04.2007
- Wilhelm Busch 11.03.2007
- Rumänien und Bulgarien 25.02.2007
- Klimakatastrophe 29.01.2007
- Loriot 17.01.2007
- Fair Handeln 05.12.2006
- Sächsisch 21.11.2006
- Derrick 22.10.2006
- Von Vögeln 08.10.2006
- Harry Potter 24.09.2006
- Kunst 10.09.2006
- WM Fieber 28.05.2006
- Lindenstraße 15.05.2006
- Behörden und Verordnungen 03.04.2006
- Mit Heckenschere und Rasenmäher und mehr 19.03.2006
- Die Welt der Spionage 06.03.2006
- Schlechte alte Witze 05.02.2006
- Agatha Christie und ihre Welt 23.01.2006
Montag, Mai 01, 2006
Konzert: Karandila aus Bulgarien
Karandila wird als Gypsy Brass Orchestra beworben. Fünf Männer im Rhythmusbereich, dazu Tuba, Horn, Klarinette, Saxophon, drei Trompeten und zwischendurch Gesang von Anita Kristi. Es war ein windiger Tag auf dem Klagesmarkt und wenn die kühlen Böen zu spüren waren, wurde auch die Musik verweht. Die Band hat mich zunächst enttäuscht. Nachdem ich 2004 Besh-o-Drom aus Ungarn und letztes Jahr Boris Kovac and the LaDaABa Orchest* aus Serbien erlebt hatte, lag die Latte für eine gutes Orchester sehr hoch. Der Bandleader war ausgewählt schlecht gelaunt, da der Soundcheck nicht klappte und die Band nicht so klang, wie er es wollte. Bereits während des dritten Liedes wurde über Minuten die Band vorgestellt und auf Szenenapplaus für jeden Künstler gewartet. Dabei hatten die doch noch gar nicht ihre Qualität zeigen können. Diese Starattitude zeigte auch die Sängerin, die mit schwacher Stimme gegen den Wind und das laute Orchester ansang. Nach 5-6 Stücken war ich kurz davor, den Platz zu räumen und mich von meinen Freunden zu verabschieden. Am Ende war ich der Einzige von uns vier, der das Konzert bis zum Ende erlebte.
Die Musik der Roma mit ihren quietschenden Blechbläsern und den scharfen Klarinetten und Saxophon wurde durch die Rhythmusgruppe immer wieder beschleunigt.
Karandila pflegt das Zitat. Plötzlich taucht für eine Minute ein Tango, Walzer oder ein anderer Tanzrhythmus auf. Auch erschienen plötzlich Melodienfragmente aus bekannten Stücken, nur der Name wollte mir nicht einfallen und schon war das Zitat zu Ende. Die Musik wurde immer tanzbarer und rechts von der Bühne versuchten verschiedene Tanzwütige die komplexe Musik in Bewegung umzusetzen. Da im letzten dritten auch noch einmal die Sonne herauskam und schon ihre Kraft zeigte, wurde es doch noch ein gutes Konzert.
---------------
* La Danza Apocalypsa Balcanica
Die Musik der Roma mit ihren quietschenden Blechbläsern und den scharfen Klarinetten und Saxophon wurde durch die Rhythmusgruppe immer wieder beschleunigt.
Karandila pflegt das Zitat. Plötzlich taucht für eine Minute ein Tango, Walzer oder ein anderer Tanzrhythmus auf. Auch erschienen plötzlich Melodienfragmente aus bekannten Stücken, nur der Name wollte mir nicht einfallen und schon war das Zitat zu Ende. Die Musik wurde immer tanzbarer und rechts von der Bühne versuchten verschiedene Tanzwütige die komplexe Musik in Bewegung umzusetzen. Da im letzten dritten auch noch einmal die Sonne herauskam und schon ihre Kraft zeigte, wurde es doch noch ein gutes Konzert.
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* La Danza Apocalypsa Balcanica
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