Mittwoch, März 03, 2010

Laatzen siegt deutlich gegen Braunschweig

(Archiv: 18. Februar 2007)

Und wieder mal saß ich am Beckenrand und genoss ein Wasserballspiel. Laatzen bestätigte seinen 2. Tabellenplatz in der 2. Liga Nord. Es war ein Spiel mit wenig Publikum. Lag es daran, dass sowohl in Hannover als auch in Braunschweig Faschingsumzüge durch die Städte zogen? Die vielleicht dreißig Personen schienen allesamt wegen Laatzen anwesend zu sein. Wenn eines der seltenen Tore für Braunschweig fiel war nur von der Auswechselbank ein Klatschen oder Jubeln zu hören.


Der Ball zum ersten Viertel wurde von Braunschweig erschwommen, dennoch war Laatzen von Anbeginn die Mannschaft, welche die Richtung vorgab. Das Abtasten in den ersten Minuten führte zu unglücklichen Torwürfen. Wenn ein Center frei vor dem Torwart steht und die Chance vergeigt, muss es einfach an den Anlaufschwierigkeiten liegen. Das es dann auch anders geht wurde bereits in der 3. Minute gezeigt ein schneller Vorstoß führte zu einen Pass auf Andreas Politze, der auch sofort abzog und damit das 1:0 erzielte. Martin Kirschnik erhöhte in der nächsten Minute auf 2:0. Im Gegenangriff verursachte Ramon Dohle ein Foul, dass mit einem Strafwurf geahndet wurde. Immer noch in der 4. Minute fiel damit das 2:1. Dieser persönliche Fehler wurde in der 8. Minute ausgeglichen. Während eines Angriffs von Laatzen machte sich bereits ein Spieler von Braunschweig auf den Weg für einen Konter und zog damit auch einen Spieler von Laatzen aus der Angriffsposition ab. Diese Auflockerung war für Laatzen von Vorteil und Ramon Dohle schloss diesen Angriff mit dem 3:1 ab.

Das zweite Viertel begann wie das erste, Braunschweig erschwamm sich den Ball, konnte hieraus aber keinen Vorteil gewinnen. Ein überragender Thomas Baier im Tor von Laatzen wehrte in dieser Situation, vorher und nachher die wenigen Torwürfe der Braunschweiger ab. Nun kam es zu einen doppelten Gegenzug. Alexander Knapp erhöhte auf 4:1 und Braunschweig gelang das erste erspielte Tor (4:2). Dies war sehenswert, da es ein unhaltbarer Aufsetzer kurz vor dem Tor war. In der 13. Minute wiederholte sich eine Sequenz aus dem 1. Viertel. Braunschweig zog für einen Konter einen Mann ab, der von einen Laatzener begleitet wurde und das Zuspiel im aufgelockerte Halbkreis der Laatzener wurde wieder mit einem Tor von Ramon Dohle zum 5:2 abgeschlossen. Die nächste Aktion ging vom Protokolltisch aus. Der schnelle, fruchtlose Wechsel der folgenden Angriffe beider Seiten führte dazu, das einmal die Zeit der Braunschweiger noch lief, während Laatzen bereits wieder im Angriff war. Die Sirene beendete diesen Angriff und die Schiedsrichter mussten eingreifen. Nach kurzem Gespräch und viel Lachen erhielt Laatzen den Ball und zwanzig Sekunden, aber der Elan war aus dem Angriff entschwunden. Bester Spieler war zu dieser Zeit der Laatzener Torwart Thomas Baier.

Laatzen scheint zur Zeit keinen guten Sprinter zu haben, denn auch zum dritten Viertel wurde der Ball von Braunschweig erschwommen. Ramon Dohle zeigte zu Beginn, warum er Kapitän ist. Er spielt auf vielen Positionen souverän, kontrollierte die Abwehr und verhinderte zweimal direkt vor dem Tor einen Wurf der Braunschweiger. Drei Mal wurde ein Angriff der Braunschweiger abgepfiffen. Die Spieler hatten offensichtlich Probleme ihre Kappen ordnungsgemäß zu sichern. Jedes Mal wurde der Ball aus den Wasser genommen und auf eine Korrektur gewartet. Keiner dieser wieder angepfiffenen Angriffe von Braunschweig führte zu einen Tor. Das nächste Tor war wieder für Laatzen als in der 21. Minute Martin Kirschnik zum 6:2 traf. Bereits eine Minute später wurde von Lukas Taplick auf 7:2 erhöht. Leider kam es in der 23. Minute bereits zum zweiten Strafwurf gegen Laatzen, der auch zum 7:3 vollendet wurde.

Laatzen erschwamm sich zum vierten Viertel den Ball. Es folgte ein kurioses Tor. Die Angriffszeit war bis auf sieben heruntergelaufen und die Braunschweiger und Laatzener machten sich bereits auf den Weg zum Laatzener Tor. Es waren nur noch zwei Spieler von Laatzen und drei Verteidiger vor dem Braunschweiger Tor und Jan Wirszins erhöhte zum 8:3. In der 26. Minute gab es das schönste Tor. Timo Lorenz war in der Centerposition und schlug eine Flanke, die von links kam unhaltbar ins Tor 9:3. Nur eine Minute später war es wieder Timo der erfolgreich zum Tor warf. Es war dies eines dieser Wembleytore, aber der zuständige Schiedsrichter stand in guter Position und sah den vom Torwart wieder herausgeschlagenen Ball bereits über der imaginären Linie und damit das 10:3. In der 29. Minute wurde Timo Lorenz als Center frei vor dem Tor von hinten in den Arm gegriffen und nun erhielt Laatzen einen Strafwurf. Alex Hachmeister durfte ausführen und es stand 11:3. Auch das nächste Tor basierte auf einen Strafwurf, nur diesmal gegen Laatzen und damit stand es in der 31. Minute 11:4. In der Schlussminute gab es dann noch ein absolut unnötiges Feldtor von Braunschweig. Doch dieses 11:5 wurde im letzten Moment durch einen weiteren Strafwurf für Laatzen von Björn Richter zum Endstand von 12:5 verändert.

Es war ein ungewöhnliches Spiel. Die Schiedsrichter pfiffen viel, aber auf Nachfrage wurde gesagt, dass alle fünf Strafwürfe wirklich berechtigt waren. Jeder durfte mal Richtung Tor werfen und neun Spieler konnten mindestens einen Treffer für sich verbuchen.

SpVg Laatzen : Eintracht Braunschweig
12 : 5
( 3 : 1 – 2 : 1 – 2 : 1 – 5 : 2)

Tore für Laatzen:
Spieler Nr. 2 Lukas Taplick, Nr. 4 Andreas Politze, Nr. 5 Alexander Knapp, Nr. 7 Jan Wirszins, Nr. 8 Timo Lorenz (2 Mal), Nr. 9 Alexander Hachmeister, Nr. 10 Björn Richter, Nr. 11 Ramon Dohle (2 Mal), Nr. 12 Martin Kirschnik (2 Mal)

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11. Dezember 2006 WaBa Erwartete Niederlage von Laatzen gegen Spandau

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